Viel Lob für Bill Clinton
Araber wollen Nahost-Situation nicht anheizen

dpa KAIRO. Ungeachtet aller Kritik an Israel wollen die arabischen Staats- und Regierungschefs auf ihrem Sondergipfel die Situation im Nahen Osten nicht weiter anheizen. Die Araber wollten die Spannungen weder verschärfen noch ausweiten, sondern Israel genug Motivation geben, die Politik zu ändern, sagte Ägyptens Präsidentenberater Osama el Bas am Mittwochabend in Kairo. In einen Kriegszustand hereinzurutschen, sei in niemanden Interesse und zerstöre alles, was seit dem Abkommen von Camp David 1979 erreicht worden sei.

Bas drückte die Hoffnung aus, dass Israel seine Lektion gelernt habe und künftig vorsichtiger und bedachtsamer agiere. Außerdem müsse die israelische Regierung ihre Politik der Ultimaten stoppen und die Araber mit größerem Respekt behandeln. Es sei auch keine Politik, dass die Palästinenser alles akzeptieren müssten, was ihnen vom «Stärkeren» angeboten werde. "Wenn wir von Frieden reden, haben sie (die Israelis) einen Frieden im Kopf, der den Palästinensern aufgebürdet wird und der auf der Annahme basiert, dass die Palästinenser keine andere Wahl haben und Israel die Oberhand", sagte Bas.

Der Politiker forderte die US-Regierung auf, in der arabischen Welt nicht weiter den Eindruck zu verstärken, dass sie Israel blind unterstütze. Die USA sollten nicht nur israelische Politik nachbeten, sondern ihre eigene unabhängige Politik verfolgen. Bas lobte aber den aktiven Einsatz von US-Präsident Bill Clinton.

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