Viel Polit-Prominenz anwesend
Trauerfeier für Stoltenberg

Zahlreiche prominente Politiker haben am am Mittwoch mit einer Trauerfeier in Kiel Abschied von dem CDU-Politiker Gerhard Stoltenberg genommen. Unter den mehr als 400 Trauergästen waren auch die CDU-Vorsitzende Angela Merkel, Ex-Parteichef Wolfgang Schäuble und Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD).

dpa KIEL. Der ehemalige schleswig- holsteinische Ministerpräsident und Bundesminister war am 23. November im Alter von 73 Jahren an Krebs gestorben.

Der Schleswiger Bischof Hans Christian Knuth und der ehemalige Kieler Landesminister Karl Eduard Claussen würdigten Stoltenberg als großen Staatsmann und Politiker.

Knuth sagte, auch "die politisch anders denkenden Mitstreiter für das Wohl des Landes" hätten Stoltenberg größten Respekt gezollt. Dies habe deutlich gemacht, "dass es nicht nur die Leistungen allein waren, sondern die noble Haltung, mit der er sich diese Verdienste erwarb". Der Verstorbene habe aus christlicher Tradition heraus Politik gestaltet. Wissenschaft und Forschung, Haushalt und Verteidigung seien seine Themen in der Bundespolitik gewesen.

Claussen, ein langjähriger landespolitischer Weggefährte des "kühlen Klaren aus dem Norden", würdigte Stoltenbergs Lebensleistung. Wie kaum ein anderer habe er das Ansehen Schleswig-Holsteins in Deutschland geprägt. "Für viele Menschen in Deutschland war er die Inkarnation eines Schleswig-Holsteiners."

An der Trauerfeier nahmen auch Unions-Fraktionschef Friedrich Merz und CSU-Landesgruppenchef Michael Glos teil. Die Bundesregierung war durch Finanzminister Hans Eichel (SPD) vertreten. Für das Land nahmen Landtagspräsident Heinz-Werner Arens und Ministerpräsidentin Heide Simonis (beide SPD) teil.

Auf einen Staatsakt war auf Wunsch von Stoltenberg verzichtet worden. Dennoch hielten Generäle und Admiräle Totenwache am Sarg des Verstorbenen. Nach der Trauerfeier wurde er mit militärischem Zeremoniell von einer Formation des Wachbataillons der Bundeswehr zum Bestattungswagen getragen. Die Beisetzung soll zu einem späteren Zeitpunkt im Familienkreis stattfinden. Bundesweit waren auf Anordnung von Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) die Flaggen auf Halbmast gesetzt worden.

Stoltenberg, der an der Spitze von drei Bundesministerien gestanden hatte, war 1992 vom Amt des Verteidigungsministers zurückgetreten. Der gebürtige Kieler war 1998 aus dem Bundestag ausgeschieden. Vom 1971 bis 1982 war er Ministerpräsident in Schleswig-Holstein.

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