"Viele Dinge ungeklärt"
Merck, Finck & Co. belässt EM.TV auf "Underperformer"

Trotz des Kaufinteresses der Automobilhersteller an Formel-Eins-Anteilen belässt das Münchener Bankhaus Merck, Finck & Co. die Aktien der EM.TV auf "Underperformer".

dpa/afx MÜNCHEN. Trotz des Kaufinteresses der Automobilhersteller an Formel-Eins-Anteilen belässt das Münchener Bankhaus Merck, Finck & Co. die Aktien der EM.TV auf "Underperformer". Im Hinblick auf den Filmlizenzhändler seien noch zu viele Dinge ungeklärt, sagte Analyst Alexander Kachler am Dienstag. Bis zum morgigen Mittwoch müsse sich EM.TV etwa entscheiden, ob das Unternehmen weitere 25 % an der Formel-Eins-Holding SLEC erwerben will. Auch der Vertrag über den Einstieg der Kirch-Gruppe bei EM.TV werde erst am 15. März unterschrieben.

Sollte die EM.TV die Kaufoption ausüben, würde ihr Tochter-Unternehmen Speed 75 % an der SLEC, der Formel-Eins-Stiftung Bernie Ecclestones, halten. Wollten nun die Automobilhersteller - wie am Dienstag angekündigt - selbst ein Drittel an SLEC erwerben, müssten sie sich mit EM.TV handelseinig werden. Kachler verwies in diesem Zusammenhang auf eine Äußerung von Seiten des Filmlizenzhändlers, dass er sich auf die Merchandising der Formel-Eins beschränken wolle. "Das heißt, man braucht nicht unbedingt eine Mehrheit oder überhaupt Anteile an der SLEC", so Kachler.

Der Analyst kann sich eine Heraufstufung der Aktie nur vorstellen, wenn EM.TV eine Reihe von Bedingungen erfüllt: Der Kirch-Deal müsste endgültig unterschrieben sein, Ecclestone müsste der Abwicklung der Kaufoption zugestimmt haben und es müsste eine Einigung mit den Automobilkonzernen zu Stande gekommen sein. Eine Rolle spielt laut Kachler aber auch die Unternehmensbilanz: "Es müssen letztendlich auch noch vernünftige Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr her zusammen mit einem entsprechenden Ausblick, wie man das Unternehmen neu positionieren möchte."

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