Viele DM-Banknoten kursieren außerhalb des Euro-Raumes
Auch in Drittländern lässt sich DM in Euro tauschen

mak FRANKFURT/M. Beachtliche Mengen von Banknoten, die die Zentralbanken der Euro-Länder ausgegeben haben, werden außerhalb des Euro-Raumes gehalten. Schätzungen zufolge gilt dies für etwa 30 % bis 40 % der DM-Banknoten.

Das Euro-System (EZB und nationale Notenbanken) ist daher bemüht, nicht nur innerhalb, sondern auch außerhalb des Euro-Raums einen reibungslosen Ablauf der Bargeldumstellung sicherzustellen. Um die Kosten möglichst gering zu halten und Probleme zu vermeiden, sei es wichtig, die Märkte und die Bevölkerung weltweit auf die Einführung des Euros vorzubereiten, schreibt des Europäische Zentralbank (EZB) in ihrem Monatsbericht für Oktober.

Die Kampagne "Euro-2002" des Euro-Systems erstrecke sich daher auch auf Drittländer. Da es nicht erforderlich sei, die Bevölkerung dort flächendeckend aufzuklären, spreche die Werbekampagne in erster Linie Zielgruppen wie Geschäftsleute, Reisende und den Bankensektor an. Entsprechend habe man die Zusammenarbeit mit Partnern im internationalen Reiseverkehr und im Bankensektor gesucht. Im Dezember werde über internationale Fernsehkanäle und in der internationalen Presse für den Euro geworben.

Auch Gebietsfremde können Banknoten in den nationalen Währungen, die durch den Euro abgelöst werden, zu Beginn des Jahres 2002 bei Geschäftsbanken, Wechselstuben und Zentralbanken im Schalterverkehr gegen Euro eintauschen, informiert die EZB. Obwohl es schwierig sei, exakt vorherzusagen, zu welchem Zeitpunkt in welchem Umfang von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht werde, könne die Wahl geeigneter Verteilungskanäle für die Euro-Noten einen entscheidenden Beitrag zu einer reibungslosen Umstellung leisten.

Um den Umtausch auch in ihren Ländern pünktlich zum 1. Januar 2002 zu ermöglichen, können sich nach einem Beschluss des EZB-Rates die Zentralbanken mehrerer Drittstaaten bereits ab dem 1. Dezember 2001 Euro-Banknoten besorgen. Dies gilt unter strikten, vom EZB-Rat festgelegten Bedingungen vor allem für die nicht an der Währungsunion teilnehmenden EU-Mitgliedstaaten und die Beitrittsländer.

Ausländische Zentralbanken, die vorzeitig mit Euro-Bargeld ausgestattet werden wollen, fordert die EZB auf, sich an eine der nationalen Notenbanken des Euro-Raumes zu wenden. Alle operationellen und praktischen Vereinbarungen über die vorzeitige Ausgabe seien von den beiden beteiligten Notenbanken bilateral zu treffen.

Banken aus dem Euro-Raum ist es gestattet, ab dem 1. Dezember 2001 vorzeitig übernommene Euro-Banknoten an ihre Zweigstellen und Zentralen außerhalb des Euro-Raumes zu verteilen. Außerdem ist es zulässig, dass Banken ab diesem Stichtag ihre Tochtergesellschaften außerhalb des Euro-Raumes sowie andere Banken, deren satzungsmäßiger Sitz oder Hauptverwaltung sich nicht im Euro-Raum befindet und die keine Niederlassungen im Euro-Raum unterhalten, vorzeitig mit Euro-Bargeld zu bestücken. Schließlich können im internationalen Sortenhandel tätige Kreditinstitute außerhalb des Euro-Gebietes ab dem 1. Dezember 2001 Euro-Banknoten an ihre Kundenbanken außerhalb des Euro-Raumes weitergeben.

Grünes Licht hat der EZB-Rat auch für die vorzeitige Versorgung von Automatenherstellern außerhalb des Euro-Raumes mit Euro-Banknoten gegeben, damit diese ihre Produkte rechtzeitig auf die neue Gemeinschaftswährung umstellen können.

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