Viele Gesellschaften haben mittlerweile einen negativen Unternehmenswert
GZ-Bank erwartet keine Übernahmewelle am Neuen Markt

Trotz der niedrigeren Bewertung vieler Neuer-Markt-Firmen im Zuge der anhaltenden Kursverluste erwarten die Analysten der GZ-Bank keine Übernahme-Welle.

rtr FRANKFURT. Zwar scheinen Gesellschaften mit einem niedrigen Unternehmenswert auf den ersten Blick attraktive Übernahmeziele zu sein, teilten die Analysten am Freitag in Frankfurt mit. Im Rahmen von Übernahmen spiele das Vorhandensein wichtiger Assets wie innovative Technologie, eine attraktive Kundenbasis oder ein gut ausgebautes Vertriebsnetz aber eine mindestens genau so große Rolle wie ausreichend Liquidität.

Die seit März 2000 anhaltenden Kursverluste am Neuen Markt führten laut GZ-Bank dazu, dass viele Gesellschaften mittlerweile einen negativen Unternehmenswert haben. In diesem Fall übersteige der Wert der liquiden Mittel abzüglich Finanzverbindlichkeiten die Markapitalisierung. Nach Einschätzung der Analysten liegt der Anteil der Gesellschaften am Neuen Markt mit einem negativen Unternehmenswert bei rund sieben Prozent. Unter den Neuemissionen des vergangenen Jahres liege dieser Anteil sogar bei 15 %.

In den meisten Fällen sei bei Gesellschaften mit negativem Unternehmenswert festgestellt worden, dass kaum werthaltige Assets dieser Art vorhanden seien, die eine Übernahme rechtfertigten. Meistens sei die niedrige Bewertung am Kapitalmarkt gerade eine Folge des Fehlens solcher Assets, erklärten die Analysten. Zudem verzeichneten diese Unternehmen in der Regel hohe Cash-Abflüsse aus dem operativen Geschäft. Der negative Unternehmenswert reflektiere somit die Erwartung, dass die Gesellschaften in absehbarer Zeit nicht in der Lage seien, Mittelzuflüsse aus dem laufenden Geschäft zu generieren. Eine Übernahmewelle werde daher ausbleiben, hieß es.

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