Viele Konzerne können dieses Jahr Geld vom Finanzamt zurückverlangen
RWE bekommt 600 Millionen Euro zurück

Die Essener RWE AG erhält in diesem Jahr nach Informationen der Wirtschaftswoche Körperschaftsteuern in Höhe von rund 600 Millionen Euro vom Fiskus zurück.

haa DÜSSELDORF. Diese Zahl will das Unternehmen nicht bestätigen, angeblich rechnet man bei RWE weder mit einer Körperschaftsteuer-Rückerstattung noch mit einer Nachzahlung. Bei der Vorstellung der Halbjahresergebnisse erklärte Vorstandschef Dietmar Kuhnt jedoch, die Steuerquote sei in den ersten sechs Monaten von 17 auf elf Prozent gesunken.

Viele Großkonzerne können dieses Jahr gegenüber dem Finanzamt hohe Rückzahlungen geltend machen. Das liegt zum einen an der schwachen Gewinnentwicklung. Dazu kommen Ansprüche aus dem alten Anrechnungssystem, das mit der rot-grünen Steuerreform 2000 abgeschafft wurde. Entschließen sich Unternehmen nun zu einer Ausschüttung von bisher eingehaltenen Gewinnen, müssen die Finanzämter die Differenz aus dem hohen Steuersatz für einbehaltene Gewinne und dem niedrigen Satz für Ausschüttungen erstatten.

Seit 2001 liegt der Steuersatz für einbehaltene und ausgeschüttete Gewinne einheitlich bei 25 Prozent. Unternehmen haben jedoch drei Jahre lang Zeit, ihre Steuern zu erklären. Erstattungsansprüche treffen vor allem die Bundesländer, in denen große Konzernzentralen sitzen.

Quelle: WirtschaftsWoche

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