Viele Stars und flammende Appelle
Friedens-Gala zur Berlinale

George Clooney, Faye Dunaway, Bob Geldof: Ein Großaufgebot an Stars hat während der Berlinale die Friedens-Gala "Cinema for Peace" gefeiert. Ein Höhepunkt des Abends war ein Auftritt von US-Schauspieler Dustin Hoffman, der eine Friedensrede hielt, in der er die Irak-Politik der Bush-Regierung kritisierte.

HB/dpa BERLIN. "Ich bin nicht anti-amerikanisch, aber ich bin gegen die Ansichten der amtierenden Regierung", sagte er. Für seine spontane Rede erhielt er im Konzerthaus am Gendarmenmarkt stürmischen Beifall. Gastgeber war UNICEF-Botschafter Roger Moore, der zuvor von Bundespräsident Johannes Rau das Bundesverdienstkreuz bekommen hatte.

Schauspieler Christopher Lee und Action-Star Ralf Moeller entzündeten auf dem Gendarmenmarkt einen Ableger der Weltfriedensflamme. Auch viel deutsche Prominenz kam ins Konzerthaus, von Hannelore Elsner, Veronica Ferres bis hin zu Nina Hagen.

"Das Kino ist ein Medium, das weltweit Millionen von Menschen ansprechen kann", sagte Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit. Das Thema der Gala sei "richtig gewählt", meinte Ex-Außenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP). "Das kann natürlich ein Zeichen setzen", sagte Schleswig-Holsteins Ministerpräsidentin Heide Simonis (SPD) über das Friedensfest.

Erstmals stand auch eine Filmpremiere auf dem Programm: Die mit einem Oscar ausgezeichnete Satire "No Man's Land" von Danis Tanovic erzählt die Geschichte zweier Soldaten im Bosnien-Krieg. Tanovic wurde mit dem internationalen Friedens-Filmpreis (Diamond Bucherer Award for Peace) ausgezeichnet.

Teile des Erlöses der Gala kommen Kindern in Kriegsgebieten zugute. Dabei will UNICEF den Blick besonders auf das Schicksal von Kindersoldaten lenken. Bei einer Auktion von Gaben von Prominenten - darunter ein Schwert aus dem Film "Gladiator" - kamen 240  000 Euro zusammen.

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