Viele Tote und Verletzte
Anschlag in Billard-Halle erschüttert Israel

Nach dem jüngsten palästinensischen Selbstmordanschlag mit bislang 17 Toten hat der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon seinen USA-Besuch vorzeitig abgebrochen.

dpa JERUSALEM. Unmittelbar nach seiner Rückkehr nach Israel wird er am Mittwochabend das Sicherheitskabinett einberufen, meldete Radio Israel am Morgen. Noch vor seinem Abflug aus Washington hatte Scharon Vergeltung angekündigt.

Bei dem Anschlag am Dienstagabend auf eine Billard-Halle in Rischon Lezion bei Tel Aviv waren 57 Besucher verletzt worden, 16 schwebten nach Rundfunkangaben am Morgen noch in Lebensgefahr. Teile des Gebäudes waren eingestürzt und hatten die Menschen unter sich begraben. Die radikal-islamische Hamas-Organisation bekannte sich zu der Tat. Die palästinensische Autonomiebehörde verurteilte den Anschlag, der gegen die Interessen des palästinensischen Volkes gerichtet sei. US-Präsident George W. Bush sprach Scharon bei dem Treffen in Washington, das zum selben Zeitpunkt stattfand, als der Anschlag in Israel verübt wurde, sein Beileid aus und bekundete seinen "Ekel über diese mutwillige Verschleuderung menschlichen Lebens".

Der außenpolitische Berater von Scharon, Salman Shoval, schloss unterdessen nicht aus, dass Palästinenserpräsident Jassir Arafat erneut unter Hausarrest gestellt werden könnte. Im Inforadio Berlin-Brandenburg sagte er am Mittwoch, darüber werde das Kabinett nach der Rückkehr Scharons beraten. Arafat "könnte unter Hausarrest sein, er könnte vielleicht ins Exil geschickt werden. Man muss verstehen: Arafat ist kein Friedenspartner, Arafat ist ein Terrorist, der von Zeit zu Zeit Diplomatie spielt".

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