Viele US-Verbündete spenden nur "humanitäre Hilfe"
Keine spanischen Kampftruppen für den Irakkrieg

Spanien, einer der engsten Verbündeten der USA im Irak-Konflikt, wird sich an einem Krieg nicht mit Kampfeinheiten beteiligen.

HB/dpa MADRID. Madrid werde aber einen kleinen Flottenverband und etwa 900 Soldaten für humanitäre Aufgaben in die Golfregion schicken, teilte Ministerpräsident José María Aznar mit. "Spanien wird an keinen Kampfeinsätzen und an keinen Aktionen offensiver Art teilnehmen", sagte der konservative Regierungschef am Dienstag im Madrider Parlament. "Es wird daher keine spanischen Truppen im Kampfgebiet geben."

Spanien werde sich aber zusammen mit anderen Ländern an humanitären Missionen im Konfliktgebiet beteiligen. Madrid werde das Spezialschiff "Galicia" sowie eine Fregatte und ein Tankschiff in die Golfregion schicken. Die "Galicia" könne vor allem medizinische Hilfe leisten. Sie sei mit Operationssälen und einer Intensivstation ausgerüstet. Außerdem werde Spanien Spezialeinheiten für die Beseitigung von Minen und für den Kampf gegen eine atomare, biologische oder chemische Verseuchung aufbieten. Die Oppositionsparteien erklärten, ein Krieg im Irak ohne ausdrückliches UN-Mandat sei illegal. Der sozialistische Oppositionsführer José Luis Rodríguez Zapatero betonte, es sei ein Sarkasmus, zuerst den Krieg zu erklären und dann humanitäre Hilfe zu leisten. "Aznar sollte lieber den Krieg stoppen, dann muss er keine Hilfe schicken."



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