Vielleicht können 400 Stellen erhalten bleiben
Mobilcom kämpft um Jobs

Der angeschlagene Mobilfunkanbieter Mobilcom wird nach Einschätzungen aus Aufsichtsratskreisen möglicherweise weniger als die zunächst befürchteten 1 600 Arbeitsplätze abbauen.

Reuters HMABURG. Denkbar sei ein Abbau von 1 100 bis 1 200 Arbeitsplätzen, hieß es am Mittwoch in Kreisen des Kontrollgremiums. Davon dürften etwa 600 bis 700 Stellen auf das Serviceprovider-Geschäft entfallen; die Belegschaft des UMTS-Bereichs würde auf rund 500 Stellen halbiert. Bestätigt wurde damit weitgehend ein Bericht der Tageszeitung "Die Welt".

Die in der vergangenen Woche aus Aufsichtsratskreisen genannten bis zu 1 600 Stellenstreichungen wurden als "Worst-Case-Szenario" bezeichnet, für den Fall, dass die Verhandlungen mit Noch-Anteilseigner France Telecom über eine weitere Finanzierung des UMTS-Geschäfts scheitern.

Weiter hieß es in den Aufsichtsratskreisen, Vorstand und Betriebsrat wollten am Freitag ein Restrukturierungskonzept präsentieren, "aus dem der Personalabbau ablesbar" sein werde. Entgegen offiziellen Angaben von Mobilcom wird der Vorstand am Freitag den Betriebsrat aber nicht erstmalig über das Restrukturierungskonzept informieren. Gespräche darüber fänden mit der Belegschaftsvertretung bereits statt. "Es werden am Freitag Ergebnisse genannt", hieß es.

Die Einflussmöglichkeiten des Betriebsrats auf die Höhe des Personalabbaus wurden von Mitgliedern des Gremiums selbst als eingeschränkt bezeichnet, weil das Sanierungskonzept Grundlage für weitere Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ist. Die hatte nach Vermittlung durch die Bundesregierung Mobilcom 50 Mill. Euro zur Abwendung der Insolvenz bereitgestellt. Während die Bundesregierung für die erste Finanzspritze bürgt, will die Kfw weitere bis zu 270 Mill. Euro nur als bankübliche Kredite mit entsprechenden Sicherheiten vergeben.

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