Vier Israelis im Gaza-Streifen erschossen
Arafats Fatah ruft zur Vertreibung der Israelis auf

Reuters JERUSALEM. Die Fatah-Organisation von Palästinenser-Präsident Jassir Arafat hat am Montag zur Gewalt gegen Israelis aufgerufen. Die Palästinenser sollten alle Israelis zum 15. November aus den besetzten Gebieten vertreiben, hieß es in einer Erklärung. An diesem Datum wurde vor 22 Jahren die Unabhängigkeitserklärung der Palästinenser in Algier verabschiedet. Die Palästinenser sollten auf die Straße gehen und das Westjordanland, den Gaza-Streifen und Ost-Jerusamlem "befreien", hieß es. Durch ständige Zusammenstöße müsse die palästinensische Souveränität über die Gebiete erlangt werden.

Die Palästinenser verwalten vollständig oder teilweise rund 40 % der von Israel 1967 besetzten Gebiete. Rund 200 000 Juden leben in etwa 140 Siedlungen, die in den Gebieten eines künftigen Palästinenserstaates liegen. Die palästinensische Führung hatte die für den 15. November geplante Beratungen über die Ausrufung eines Palästinenserstaates verschoben, weil sie mit der Tagung der Islamischen Weltkonferenz (OIC) in Katar zusammenfielen.

Erneut Tote im Gaza-Streifen

In der vergangenen Woche war es auch US-Präsident Bill Clinton in getrennten Gesprächen mit Arafat und Israels Ministerpräsident Ehud Barak nicht gelungen, ein Ende der Gewalt in den Palästinensergebieten zu erreichen. Am Montag wurden bei erneuten Unruhen vier Israelis von Palästinensern im Westjordanland im Gaza-Streifen erschossen. Zudem erlagen vier Palästinenser ihren Schussverletzungen. Seit dem Ausbruch der Unruhen Ende September sind damit 214 Menschen im Nahen Osten getötet worden.

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