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Vier Menschen bei Stierhatz in Pamplona durch Hornstöße verletztDPA-Datum: 2004-07-09 12:46:44

Pamplona (dpa) - Bei dem bislang gefährlichsten Stierrennen des Jahres im nordspanischen Pamplona sind am Freitag vier Menschen durch Hornstöße verletzt worden, einer von ihnen schwer. Einem 23-jährigen Spanier wurde von einem der 600-Kilo-Kolosse der Oberschenkel aufgeschlitzt und musste im Krankenhaus notoperiert werden, teilten die Behörden mit.

Pamplona (dpa) - Bei dem bislang gefährlichsten Stierrennen des Jahres im nordspanischen Pamplona sind am Freitag vier Menschen durch Hornstöße verletzt worden, einer von ihnen schwer. Einem 23-jährigen Spanier wurde von einem der 600-Kilo-Kolosse der Oberschenkel aufgeschlitzt und musste im Krankenhaus notoperiert werden, teilten die Behörden mit.

Auf die Hörner genommen wurden auch ein Amerikaner, ein Brite und ein weiterer Spanier. Sie endeten ebenso im Hospital wie fünf andere Läufer. Insgesamt behandelte das Rote Kreuz 68 Teilnehmer.

Nicht viel besser erging es den Matadoren in der Arena: Beim ersten Versuch, ihre jeweiligen Stiere mit dem Degen zu töten, wurden die Toreros Pepín Liria und Luis Miguel Encabo am Donnerstagabend im Gesäß aufgespießt und kamen ebenfalls ins Krankenhaus. Als Lohn für ihren Mut durften sie zuvor aber noch eine Trophäe mitnehmen: Sie schnitten «ihrem» Stier ein Ohr ab.

Bei dem traditionellen Spektakel werden noch bis zum 14. Juli jeden Morgen je sechs Kampfstiere und sechs Leitochsen durch die engen Gassen der Altstadt bis in die Arena gejagt. Hunderte waghalsige junge Männer, die «mozos», rennen dabei vor den Tieren her. Als einzige «Waffe», um die Bullen von sich fern zu halten, ist eine zusammengerollte Zeitung erlaubt. Im vergangenen Jahr starb ein 62-jähriger Spanier, 427 Teilnehmer wurden verletzt. Seit 1924 kamen 14 Läufer ums Leben. Tierschützer laufen gegen das Spektakel seit jeher Sturm.

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