Vier Millionen Arbeitslose Ende Januar erwartet
Jagoda warnt vor Aktionismus am Arbeitsmarkt

Der Präsident der Bundesanstalt für Arbeit, Bernhard Jagoda, hat davor gewarnt, wegen der wieder steigenden Arbeitslosigkeit in Aktionismus zu verfallen. Man müsse aber nicht studiert haben, um sagen zu können, dass die Arbeitslosenzahl womöglich schon Ende Januar die Zahl von vier Millionen erreichen werde, räumte der Chef der deutschen Arbeitsämter ein.

ap HALLE. Im Mitteldeutschen Rundfunk plädierte Jagoda am Montag stattdessen für ein abgestimmtes Vorgehen, um die negativsten Prognosen erst gar nicht eintreten zu lassen. Wichtig sei aber die Entwicklung über das gesamte Jahr hinweg. Für jeden einzelnen Mitarbeiter seiner Behörde sei es eine Herausforderung, negative Prognosen nicht eintreten zu lassen, sondern sie zu unterlaufen. Wörtlich fügte Jagoda im Nachrichtenradio MDR info hinzu: "Wir müssen am Standort Deutschland begreifen, dass man Zukunft nicht erdulden muss, sondern man muss sie gestalten."

Für abgestimmtes Vorgehen

Es bringe nichts, in hektische Aktivitäten zu verfallen. "Wir müssen an mehreren Stellschrauben der Makroökonomie drehen und zwar abgestimmt", erklärte der Präsident der Nürnberger Bundesanstalt weiter. Dazu gehöre der Lohn ebenso wie die Innovation; "dazu gehört die Arbeitszeit und dazu gehört auch die Überlegung, ob man nicht neue Beschäftigungsfelder im Bereich Dienstleistung aufbauen muss über die Schiene Kombilohn", sagte Jagoda.

Er warnte zugleich vor übertriebenen Erwartungen in solche Modelle: "Wer mit Kombilohn die Arbeitslosigkeit abschaffen will, der wird scheitern", betonte Jagoda. Er sei aber sehr dafür, verschiedene Kombilohnmodelle auszuprobieren und daraus zu lernen, denn "es ist ein Instrument, aber nicht das Instrument".

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