Vier Prozent der Erlöse für Schutz der Daten
Ausgaben für Datensicherheit steigen stark an

ddp/rtr NEW YORK/BERLIN. Unternehmen müssen künftig weltweit für die Datensicherheit mehr Geld aufbringen. Das ergab eine Studie des Marktforschungsinstitutes Gartner. Danach müssen Firmen bis zum Jahr 2011 weltweit einen zehnmal so hohen Prozentsatz ihrer Einnahmen für Datensicherheit ausgeben. Der Kostenanteil für die IT-Sicherheit würde dadurch voraussichtlich von 0,4 auf vier Prozent der jährlichen Erlöse steigen. Dabei seien die Aufwendungen für Hardware, Software, externe Dienste und Sicherheitsmitarbeiter berücksichtigt worden. Diese fallen an, um den Datenbestand der Unternehmen vor Verlusten und unberechtigten Zugriffen zu schützen.

Einer Studie des Unternehmens Silicon.de zufolge reichen für zwei Drittel der deutschen Firmen momentan 15 % des IT-Budgets aus, um beim Handel im Internet die notwendige Datensicherheit zu gewährleisten. Lediglich 4,2 % der befragten Firmenmanager gaben an, 20 oder mehr Prozent der IT-Ausgaben für Datensicherheit aufzuwenden.

Sicherheitslücken im Internet kosten Milliarden

Nach Hochrechungen der Post-Tochter Signtrust verursachen Sicherheitsprobleme im Internet in Deutschland jährlich einen Schaden von rund fünf Mrd. DM. Die Dunkelziffer des etwa durch Wirtschaftsspionage und Kreditkartenbetrug entstandenen Schadens betrage sogar etwa 30 Mrd. DM, sagte ein Sprecher der Deutsche Post Signtrust am Dienstag bei einer Veranstaltung des Bundeswirtschaftsministeriums in Berlin.

Nach Worten von Wirtschaftsminister Werner Müller (parteilos) unterschätzen viele Unternehmen die Bedeutung der Sicherheit im Internet. "Das ist kein ärgerlicher Kostenfaktor, sondern von wichtiger Bedeutung für die Unternehmen."

Wirtschaftsministerium hält digitale Signatur für zuverlässig

Ein Sprecher des Bundesamtes für die Sicherheit in der Informationstechnik sagte Reuters, allein durch Betrug im Internet entstehe jährlich ein Schaden im dreistelligen Millionenbereich. Ein Sprecher des Witschaftsministeriums sagte, es gebe bereits zuverlässige Sicherheitssysteme, die die Wirtschaft nur nutzen müsse. Eine davon sei die digitale Signatur, mit der Absender eindeutig identifiziert werden können. Die Ausstattung eines Computers mit der nötigen Ausrüstung kostet nach Angaben von Signtrust 200 bis 300 DM. Zur Unterstützung vor allem kleinerer und mittlerer Betriebe bietet der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) nach eigenen Angaben vom Dienstag kostenlose Leitfäden über Internet-Sicherheit an.

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