Vier Verletzte
Paraguay: Polizei unterdrückt Proteste

Nach der Verhängung des Ausnahmezustands in Paraguay durch Präsident Luis Gonzalez Macchi ist die Polizei auch am Dienstag wieder mit Plastik-Mantelgeschossen und Tränengas gegen Demonstranten vorgegangen.

Reuters ASUNCION. Bei der gewaltsamen Auflösung von Kundgebungen durch die Sicherheitskräfte wurden mindestens vier Personen verletzt.

Die Opposition wirft Gonzalez Macchi Korruption vor und macht ihn für die desolate wirtschaftliche Situation des Landes verantwortlich. Viele der rund fünf Mill. Einwohner leben in bitterer Armut. Am Montag waren bei Polizeieinsätzen gegen demonstrierende Paraguayer mindestens zwei Personen getötet und rund 240 Personen vorläufig festgenommen worden.

Die Regierung vermutet den im Exil in Brasilien lebenden Ex-General Lino Oviedo als treibende Kraft hinter den Protesten und erließ einen Haftbefehl gegen Oviedos Parteichef in Paraguay. Durch den Ausnahmezustand sind zahlreiche Grundrechte in dem südamerikanischen Land außer Kraft gesetzt. Die Polizei hat damit gedroht, von den Demonstranten errichtete Straßensperren gewaltsam abzuräumen.

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