Vierschanzentournee
Neuer Weitenrekord im Skisprung-Spektakel

Der überragende Norweger Sigurd Pettersen erhöhte am Montag den bisher von Sven Hannawald gehaltenen Weitenrekord auf der Skisprungschanze in Oberstdorf ab - auf 143,5 Meter. Damit lösen sich Hannawalds Hoffnungen auf einen Gesamtsieg allmählich in Luft auf.

HB OBERSTDORF. Als Sigurd Pettersen mit einem Traumflug auf 143,5 m das Ende der deutschen Siegesserie in Oberstdorf besiegelte, lösten sich Sven Hannawalds Hoffnungen auf den zweiten Gesamterfolg bei der Vierschanzentournee fast schon in Luft auf. Der überragende Norweger katapultierte sich am Montag mit seinem überlegenen Sieg beim Auftakt in die Rolle des Top-Favoriten und holte sich als Zugabe den bisher von Hannawald gehaltenen Weitenrekord (139 m) beim deutsch-österreichischen Skisprung-Spektakel.

"Es ist schon ein wenig frustrierend, wenn man sieht, der kann auch von fünf Luken tiefer weit springen. Aber es gilt jetzt, die Ruhe zu bewahren und nicht durchzudrehen", sagte Hannawald, der als 18. eine Hypothek von 52,3 Punkten Rückstand auf Pettersen zum Neujahrsspringen nach Garmisch-Partenkirchen mitnimmt. Der Norweger strahlte dagegen über das ganze Gesicht. "Ich bin so glücklich, wie man nur sein kann. Beim Final-Sprung hat alles gepasst. Ich glaube, ich bin jetzt der Favorit", sagte der überlegene Sieger, der vor den Österreichern Thomas Morgenstern und Martin Höllwarth gewann.

Nach drei Erfolgen für Martin Schmitt und zwei für Hannawald konnte sich erstmals seit fünf Jahren kein DSV-Springer als Sieger des Auftaktspringens feiern lassen. Michael Uhrmann (Rastbüchl) als Vierter und Lokalmatador Georg Späth auf Rang sieben sorgten aber trotz des Absturzes von Hannawald und Schmitt (27.) für einen versöhnlichen Ausgang. "Ich bin insgesamt zufrieden, vor allem mit dem, was Uhrmann gezeigt hat", lobte Bundestrainer Wolfgang Steiert den erstarkten Bayern. "Ich war bei der Tournee noch nie so gut in Form wie dieses Mal. Die Sprünge waren sehr gut, aber es war sogar noch mehr drin", meinte Uhrmann, der auf 128,5 und 132 m segelte.

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