Viertelfinal-Hofffnungen für WM gedämpft
Lehrstunde für DEB-Team zur rechten Zeit

Bundestrainer Hans Zach war über die klare Niederlage der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft im letzten WM-Testspiel gegen die US-Boys angesichts der jüngsten Euphorie im Team und bei den Fans gar nicht mal unglücklich und sah darin einen Dämpfer zur rechten Zeit. Die Pleite hatte mehrere Gründe: Zum einen erswischte NHL-Startorwart Olaf Kölzig einen rabenschwarzen Tag. Auf der anderen Seite trafen die Stürmer trotz bester Chancen das Tor. nicht.

HB NÜRNBERG. Für Zach ist nach dem 0:4 in Nürnberg der Klassenverbleib bei der am Samstag beginnenden Eishockey-Weltmeisterschaft einmal mehr zum Maß aller Dinge geworden. "Der wird in dieser Hammergruppe mit Tschechien, Lettland und Kasachstan schwer genug", betonte Zach und nahm Kölzig in Schutz.

"Ich lasse meinen Torhüter nicht im Regen stehen, dafür ist seine Klasse zu groß", stellte Zach klar. "Jeder ist wieder auf dem Boden der Tatsachen zurück", meinte der Bad Tölzer und fügte mit Blick auf die drei vorangegangenen Erfolge gegen Österreich an: "Einige haben gedacht, mit den Siegen und der Euphorie geht es einfach so weiter. Aber das ist nicht so." Die Rückkehr zum Realismus hatte Zach ausgerechnet NHL-Star Olaf Kölzig zu verdanken, der mit seiner WM-Zusage wesentlich zur Euphorie beigetragen hatte.

"Das erste Tor war ganz klar mein Fehler", gab der Schlussmann der Washington Capitals zu, der beim 0: 1 durch Richard Park den Puck über die Fanghand ins kurze Eck ließ (5.) und auch beim zweiten Gegentreffer durch den Mannheimer Andy Roach (10.) nicht gut aussah: "Da habe ich die Beine nicht schnell genug zusammengekriegt."

"So kurz vor dem WM-Auftakt zu verlieren, ist nicht der richtige Zeitpunkt", räumte Kölzig ein, der bei allen vier Gegentreffern eine unglückliche Figur machte. Der 34-jährige aus der nordamerikanischen Profiliga eingeflogene Starkeeper musste sich vom Publikum bei seinen wenigen guten Paraden sogar höhnischen Applaus gefallen lassen und übte sich sich nach dem Spiel in Selbstkritik: "Das war nicht mein bester Tag. Ich muss bis Samstag besser werden, keine Frage."

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