Viertelfinale in Sicht
Handballer nehmen die Hürde Ägypten

Erst feuerte Johannes Bitter seine Teamkollegen bis zur Heiserkeit an, dann rettete er mit zahlreichen Paraden den 25:23 (14:14)-Sieg gegen Ägypten, und am Ende folgte eine Kampfansage an die Konkurrenz. Die deutschen Handball-Weltmeister haben dank des Hamburger Schlussmanns beim olympischen Turnier wieder Kurs auf das Viertelfinale genommen.

"Mit uns ist auch nach den Ausfällen zu rechnen. Wir stehen fast sicher im Viertelfinale, dort geht es dann erst richtig los. Uns darf man nicht abschreiben", sagte Bitter nach einem hart erkämpften Erfolg in der Frühschicht am Donnerstagmorgen.

Dabei avancierte der Hamburger, der 48 Prozent der abgefeuerten Bälle des WM-17. abwehrte, besonders in der Schlussphase zum Matchwinner. "Die Ägypter haben gute Schützen. Wir haben aber gezeigt, dass wir kämpfen können. Leider hat meine Stimme in der Hektik etwas gelitten", so ein heiserer Bitter, der 60 Minuten lang den Vorzug vor WM-Held Henning Fritz erhielt.

Zwei Tage nach der Pleite gegen Island (29:33) und dem Ausfall von Rückraumstar Pascal Hens (Fraktur des Schienbeinplateaus im linken Knie) war der Mannschaft von Bundestrainer Heiner Brand bei der frühen Anfangszeit (09.00 Uhr Ortszeit) die Verunsicherung teilweise anzumerken.

"Als Schulnote würde ich ein Ausreichend geben"

Besonders in der Chancenverwertung leistete sich der EM-Vierte einige Schwächen. "Als Schulnote würde ich ein Ausreichend geben. Wir müssen aber schnell zu einem Befriedigend kommen", stellte Torsten Jansen fest.

Holger Glandorf hat sich gegen die unangenehm zu spielenden Ägypter unterdessen schon ein Gut verdient. Sieben von zehn Würfen fanden ihr Ziel, damit war der Nordhorner bester Werfer in einer deutschen Mannschaft, die zwar fast die gesamte Begegnung in Führung lag, sich aber nie weiter als drei Tore absetzte.

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