Viola Bauer feiert ihren größten Erfolg: Verfolgungs-Lauf: Sensationeller fünfter Platz

Viola Bauer feiert ihren größten Erfolg
Verfolgungs-Lauf: Sensationeller fünfter Platz

Mit einem sensationellen fünften Platz im Verfolgungsrennen hat Viola Bauer den deutschen Langläuferinnen das beste Ergebnis bei Winterspielen seit dem Olympiasieg von Barbara Petzold 1980 in Lake Placid beschert. Die Oberwiesenthalerin lief am Freitag beim russischen Doppelerfolg durch Olga Danilowa und Larissa Lazutina um lediglich 1,2 Sekunden an der Bronzemedaille vorbei, die sich die Kanadierin Beckie Scott sicherte.

HB/dpa SALT LAKE CITY. "Das war das gigantischste Rennen meines Lebens", sagte die überglückliche Sportsoldatin aus Sachsen nach ihrem bisher größten Erfolg in einer Einzel-Konkurrenz. In einem spannenden Finish um den dritten Platz musste sich Bauer nur knapp der Kanadierin Scott und der Tschechin Katerina Neumannova geschlagen geben.

"Ich freue mich riesig über den fünften Platz. Aber ein klein wenig ärgerlich ist es schon, dass ich so hauchdünn an Bronze vorbei gelaufen bin", erklärte die über das ganze Gesicht strahlende Bauer, die vor drei Jahren bei der WM in Ramsau Dritte mit der Staffel geworden war.

Von Beginn an hielt sich die diplomierte Sozialpädagogin in der Spitzengruppe, aus der sich nur die beiden Russinnen Danilowa und Lazutina absetzen konnten. "Ich habe relativ wenig taktische Fehler gemacht und bin das Rennen nicht zu schnell angegangen", meinte die Oberwiesenthalerin nach ihrem Coup. Die Taktik, nicht auf Teufel komm' raus zu laufen, sei vorher in einer einstündigen Besprechung mit den Trainern festgelegt worden.

Der überraschende Erfolg brachte ihren ganzen Tagesplan durcheinander. Statt ins Quartier ging es zur Präsentation ins Deutsche Haus. "Das gibt der Truppe Selbstvertrauen für die ausstehenden Rennen im Sprint und in der Staffel", bilanzierte Langlauf-Koordinator Jochen Behle zufrieden.

Evi Sachenbacher aus Reit im Winkl belegte mit einem Rückstand von 1:18,9 Minuten Rang 21, vier Zehntel dahinter kam Manuela Henkel (Oberhof) als 23. ins Ziel. Claudia Künzel aus Oberwiesenthal hatte als 57. im klassischen Stil die Entscheidung verpasst.

Für Olga Danilowa war es der dritte Olympia-Triumph nach ihren Siegen vor vier Jahren in Nagano über 15 km und in der Staffel. Ihre 36 Jahre alte Landsfrau Lazutina verpasste wie zum Auftakt der olympischen Langlauf-Wettbewerbe in Salt Lake City im Massenstart knapp ihr sechstes Olympia-Gold. Sie hat seit 1992 insgesamt neun Medaillen bei Winterspielen gewonnen.

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