Virtuell kann einen das Gerät auf die 50 schönsten Golfplätze der Welt zaubern
Sehnsucht nach Pebble Beach

Ein Golfsimulator hilft, das Spiel zu verbessern, und lockt bei Messen Fairway-Freunde an Firmenstände. Und für so manchen erfüllt er auch den Traum vom Besuch auf einem der ruhmreichen Plätze der Welt.

Der Blick ist atemberaubend: Wild schlagen die Wellen des Pazifiks an die Klippen, Eichhörnchen huschen über das satte Grün - Pebble Beach, der kalifornische Traum jedes Golfers. Wer hier zu weit schlägt, dessen Ball verschluckt das Meer. Doch der Flug dorthin ist teuer, und günstige Unterkünfte sind selten in der Nähe des Promi-Ortes Carmel. Ein wenig Pebble-Beach-Gefühl aber kann Frank Maul auf jedem beliebigen Platz Deutschlands erschaffen: "Virtuell kann einen das Gerät auf die 50 schönsten Golfplätze der Welt zaubern." Der Geschäftsführer der Leonberger Agentur ESM verleiht seine Golfsimulatoren bundesweit an Unternehmen, die diese zu Kunden- oder Mitarbeiterevents nutzen.

Wie das Gerät funktioniert? "Der Spieler steht in einer Abschlagkabine mit dem Blick auf einen virtuellen Golfplatz. Nach dem Abschlag sieht er genau, wo sein Ball landet." Möglich macht das ein im Boden verankerter, computergesteuerter Lichtsensor, der exakt ermittelt, wie der Schläger den Ball trifft. Dabei errechnet der Computer den Abschlagwinkel- und die Geschwindigkeit des Balles. Aus all diesen Daten ergibt sich die Flugbahn.

Auf Messen oder Firmenevents erfreut sich der Golfsimulator großer Beliebtheit. Bert Umland-Seidler, Produktmanager des Münchener Pharmaunternehmens Amersham Buchler, hat das selbst erlebt: "Zu unserer Zielgruppe gehören in erster Linie Radiologen, und die waren vom Simulator in den Kongresspausen kaum wegzubekommen. Drei erreichten sogar ein Hole-in-One." Ob dieser golferischen Großtat ließ sich Umland-Seidler nicht lumpen und spendierte den erfolgreichen Spielern jeweils eine Magnum-Flasche Champagner.

"Der Spaßfaktor steht beim Spiel mit dem Golfsimulator eindeutig im Vordergrund", räumt Daniel Ruck, Eventmanager bei der Walldorfer Softwareschmiede SAP, ein. Der Projektleiter der Deutschen Bank - SAP Open hatte den Simulator beim Profiturnier auf Gut Kaden im Einsatz - mit Erfolg: "An den vier Turniertagen hatten wir mehr als 3 000 Besucher, die den Golfsimulator testeten. Unser Kommunikationsziel, Golfinteressierte und Golfneulinge an den Sport und die SAP heranzuführen, haben wir damit erreicht", freut sich Ruck.

Wer jetzt meint, der Simulator taugt nur etwas als Spaßmaschine, kann eines Besseren belehrt werden. Für Andre Sallmann, Trainer der deutschen Golf-Nationalmannschaft, kann der Golfsimulator durchaus ein nützliches Trainingsgerät sein: "Das Spiel mit dem Simulator ist auf jeden Fall motivierender, als ständig den Ball in ein Netz zu schlagen."

Und ihr taktisches Geschick können Hobbygolfer mit dem Simulator auch trainieren: "Da der Simulator den gesamten Platz virtuell zeigen kann, werden dem Spieler verschiedene Optionen aufgezeigt, wie er taktisch auf ein Loch spielen kann." Und für so manchen erfüllt die Maschine auch noch die Sehnsucht nach Pebble Beach.

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