Virtuelles Rathaus - Das Thema der Zukunft
Behördengänge durch das Internet vermeiden

dpa BERLIN. Umständliche Behördengänge, langes Warten auf den Sachbearbeiter oder eingeschränkte Öffnungszeiten sollen bald der Vergangenheit angehören. In Zukunft kann der Bürger sein Rathaus nur noch virtuell besuchen - vorausgesetzt, er ist an die moderne Kommunikationswelt des Internet angeschlossen. Das "virtuelle Rathaus" sei das Thema der Zukunft, versicherte der Vorstandssprecher des Verbandes für kommunales Management, Hans-Joachim Hilbertz, zur Eröffnung der Kongressmesse "Moderner Staat" am Dienstag in Berlin.

Digitale Signatur als Voraussetzung

Wichtigste Voraussetzung für den virtuellen Behördengang ist die "digitale Signatur", sagte die Staatssekretärin im Bundesinnenministerium, Brigitte Zypries. Ein modernisiertes und an die Europäische Union angepasstes Gesetz soll im nächsten Jahr in Kraft treten. Durch Änderungen des Bürgerlichen Gesetzbuches werde die digitale Unterschrift auch rechtlich anerkannt. Zypries forderte die Wirtschaft auf, die unterschiedlichen Systeme zu vereinheitlichen. Mit ihrem vor einem Jahr gestarteten Programm will die Bundesregierung erreichen, dass bis 2005 alle dafür geeigneten Dienstleistungen der Behörden auch im Internet bereit stehen.

Bürger könnten dann beispielsweise ihre Anträge für Kindergeld und Parkausweis vom heimischen PC aus erledigen, Formulare herunterladen oder einen neuen Pass beantragen. In einer Reihe von Kommunen wie Bremen, Nürnberg, Fürth, Nürtingen oder Esslingen gebe es bereits erste Versuche mit einem "virtuellen Rathaus". Das elektronische Dienstleistungsangebot soll nach Worten von Zypries ergänzend angeboten werden und nicht den bisherigen Weg ersetzen.

Mehr zur Kongressmesse im Internet
www.moderner-staat.de

Modernisierungsprogramm der Bundesregierung
www.staat-modern.de

Portalseite der Finanzverwaltungen der Länder und des Bundes
www.finanzamt.de

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