Vitaminpillen verhindern keinen Herzinfarkt
Herzstiftung warnt vor teuren Vitamin-Präparaten

Immer wieder werden im Internet und in Zeitungsanzeigen Vitamin-Präparate angepriesen, die angeblich vor Herzinfarkt und Krebs schützen. Das Geld könne man sich getrost sparen, schreibt die Deutsche Herzstiftung.

hsn DÜSSELDORF. Eine Therapie mit Vitaminen könne den Herztod und Krebs besiegen, versprechen die Anbieter in ihren Anzeigen. Das klingt zwar verlockend, "doch weder Herzinfarkte noch Krebs-Erkrankungen lassen sich mit Vitamin-Präparaten verhindern, geschweige denn heilen", warnt der Vorsitzende der Deutschen Herzstiftung Hans-Jürgen Becker. Wissenschaftliche Studien, die in den letzten Jahren durchgeführt wurden, hätten gezeigt, dass weder von Vitamin C, Vitamin E oder Beta-Carotin - die Vorstufe von Vitamin A - einen positiven Effekt auf Herz-Kreislauf-Krankheiten oder Krebs gehabt hätten. Im Gegenteil: Schon eine tägliche Aufnahme von 20 mg Beta-Carotin kann bei starken Rauchern einen Anstieg der Lungenkrebsrate und bei Menschen mit Herz-Kreislaufkrankheiten Gesundheitsschäden verursachen.

Wer sich auf Vitaminpillen verlässt, wiegt sich in falscher Sicherheit. Man meint, schon genug Vitamine zu haben - also wird man nicht darauf achten, mehrfach täglich Obst und Gemüse zu essen. Auch setzen manche Patienten die verordneten Medikamente ab, weil sie sich durch die Vitaminpillen geschützt fühlen. "Daraus können sich lebensbedrohliche Folgen ergeben", sagt Becker. Wer sich wirklich vor Herzkreislauf-Erkrankungen und Krebs schützen will, sollte sich zu einem gesunden Lebensstil entschließen: gesunde Ernährung, Mittelmeerkost mit vielen natürlichen Vitaminen in Obst, Gemüse und Salaten.

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