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Viva Las Vegas

Las Vegas hat seine wilden Zeiten hinter sich. Bleibt die Frage: Wann folgt der Rest des Landes?

Sündenpfuhl Las Vegas? Unseriöses Glücksspiel? Einarmige Banditen? Von wegen: Las Vegas schlägt zurück als Hort der hehren amerikanischen Unternehmenskultur, wie sie immer sein sollte. Transparent, ehrlich und profitabel lässt sich dort unter massiver Aufsicht des Staates arbeiten.

Das jedenfalls meint der Casinokonzern Harrah?s Entertainment Inc., seit 65 Jahren im Geschäft. Als jetzt die Quartalsergebnisse anstanden, ließ es sich CEO Phil Satre nicht nehmen, einen Seitenhieb auf die ach so seriöse Konkurrenz aus anderen Branchen loszuwerden. "Es beginnt immer ganz oben", sagt er mit Blick auf Verfehlungen, die Amerikas Konzernchefs heute eher das Image zweiarmiger Banditen als professioneller Manager verleihen.

Der Milliarden-Konzern Harrah?s arbeitet in einer der vom Staat am schärfsten beaufsichtigten Branchen der USA - schließlich ist der Glücksspielumsatz Basis ihrer Besteuerung - und schreibt trotzdem Rekordgewinne. Nach Pleiten wie Enron und Worldcom niederschmetternd für alle, die nach immer weniger staatlicher Kontrolle der Wirtschaft rufen.

Las Vegas hat seine wilden Zeiten hinter sich. Bleibt die Frage: Wann folgt der Rest des Landes?

Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett
Axel Postinett
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