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Viva Stoiber!

Silvio Berlusconi träumt von einem Sieg Edmund Stoibers bei der Bundestagswahl. Das würde seine These vom Ende der Linken in Europa untermauern. Schließlich halten seit Neuestem auch in Frankreich die Konservativen wieder das Zepter in der Hand.

Angenehmer Nebeneffekt für den italienischen Politunternehmer wäre der Abgang eines unbequemen Amtskollegen. Denn das Verhältnis zwischen Berlusconi und Gerhard Schröder ist frostig. Die beiden verstehen sich nicht; Berlusconi fühlt sich vom Kanzler nicht akzeptiert. Deutlich wurde das beim bislang einzigen bilateralen Gipfel der beiden in Triest.

In Stoiber setzt der Premierminister hingegen große Hoffnungen. Hoffnungen, endlich mal auf dem internationalem Parkett faktisch und nicht nur formal anerkannt zu werden. Schließlich gehören CDU/CSU und Berlusconis Forza Italia der selben europäischen Parteifamilie an. Und auch menschlich scheint die Chemie zwischen den beiden zu stimmen.

Doch auch Stoiber wird Schwierigkeiten haben, den offensichtlichen Interessenkonflikt zu ignorieren, der aus Berlusconis Doppelrolle als milliardenschwerer Medienunternehmen und Regierungschef seines Landes resultiert. Der hast schließlich nichts mit der Zugehörigkeit zu einem bestimmten politischen Lager zu tun.

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