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Vivendi steckt 1,6 Mrd. Euro in mobiles Internetportal

Der europäische Mischkonzern Vivendi Universal baut sein mobiles Internet-Portal Vizzavi weiter aus.

dpa-afx PARIS. Der Vivendi-Vorsitzende Jean-Marie Messier teilte am Montag in Paris mit, er erwarte bis Ende 2002 ein Investitionsvolumen in Höhe von 1,6 Mrd. ?. Das Gemeinschaftsprojekt zwischen Vivendi und der Vodafone-Group PLC für einen mobilen Internetzugang basiere bereits auf der dritten Handygeneration - des "always on" GPRS-Standards. Dieser Standard ermöglicht erstmals den mobilen Hochgeschwindigkeitszugriff auf das Internet. Auch ist der Kunde nun "non-stop" im Netz, wobei die Abrechnung nicht mehr nach Minuten sondern nach Datenvolumen erfolgt.

Durch seinen 44-prozentigen Anteil an Cegetel und dem Mobilfunkanbieter SFR habe Vivendi bereits Ende 2000 über 10,1 Millionen Mobilfunkkunden in Frankreich verfügt. So habe Vivendi für sein schon bestehendes Serviceangebot auf Grundlage des etablierten WAP-Standards bereits 500 000 Kunden gewonnen. Im Durchschnitt habe jeder Kunde etwa 15 Minuten im Monat den WAP Dienst (Börsenkurse, Wetterdienste, Horoskope etc.) in Anspruch genommen.

Neben den aus den Bereitstellungsgebühren resultierenden Einnahmen werde der neue "always on" Standard über das Vizzavi Portal auch Werbeeinnahmen generieren können, hieß es. Diese sollten bereits nach drei bis vier Jahren ein Drittel der Gesamteinnahmen ausmachen sollen.

Das erwartete Kundenpotential für Vizzavi liege bei 90 Mill. Kunden. In Großbritannien und den Niederlanden, wo der neue Standart bereits verfügbar ist, betrage die Kundenzahl bereits 530 000. Täglich kämen 4 000 neue Kunden hinzu, um den mobilen Internetzugang nutzen zu können.

Das bisherige Standard-Internetgeschäft habe im Jahr 2000 zu einem Verlust von 193,6 Mill. ? geführt gegenüber 35,1 Mill. Euro im vorherigen Jahr. Dem entgegen sei der Umsatz von 2,1 Mill. ? im Jahr 1999 auf 47,8 Mill. ? im vergangenen Jahr gestiegen. Schuld an dem negativen Ergebnis seien die vor allem die enorm hohen Investitionen, hieß es. Doch schon im dritten Quartal werde man über SFR 400 000 Handy-Einheiten der dritten Generation an Großkunden verkaufen. Vivendi rechnet nach eigenen Angaben im vierten Quartal 2002 mit dem Beginn des Massengeschäfts.

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