Vlascenko gelang kaum ein sauberer Sprung
Lindemann und Vlascenke verpatzen EM-Auftakt

Mit schwachen Leistungen sind der Erfurter Stefan Lindemann und der Wahl-Münchner Andrejs Vlascenko in die Eiskunstlauf-Europameisterschaften gestartet. In der nationalen Qualifikation für den einzigen deutschen Startplatz bei der Weltmeisterschaft im März in Dortmund hat der deutsche Meister Lindemann jedoch die Nase vorn.

HB BUDAPEST. Die beiden Rivalen konnten sich trotz einiger Fehler ohne Probleme für das Hauptfeld der 30 besten Herren qualifizieren. Seine Ausnahmestellung unterstrich der Russe Ewgeni Pluschenko, der trotz Schmerzen an beiden Knien Kurs auf seinen vierten EM-Titel genommen hat.

Zum dritten Mal Europameister können seine Landsleute Tatjana Totmianina/Maxim Marinin werden, die am Abend vor 1 000 Zuschauern in der Budapestarena das Kurzprogramm gewannen. Die Chemnitzer Eva-Maria Fitze und Rico Rex liegen nach einer respektablen Vorstellung vor der Kür am Mittwoch auf Rang sechs. Ihr Programm "Mission Impossible" war zwar nicht ohne Makel, kam aber gut an. Die 21 Jahre alte gebürtige Münchnerin und ihr sechs Jahre älterer Partner müssen vor allem noch an ihren Pirouetten arbeiten. Die Dortmunder Rebecca Handke/Daniel Wende sind bei ihrer EM-Premiere vor der Kür am Mittwoch Zehnte.

Lindemann und Vlascenko müssen in der ungarischen Hauptstadt mindestens Rang acht erreichen, um das WM-Ticket zu ergattern. Der 23 Jahre alte Thüringer hatte den sechs Jahre älteren Kontrahenten bei den nationalen Titelkämpfen bereits knapp bezwungen. In der Qualifikationskür ging er sichtlich nervös aufs Eis und stürzte gleich zu Beginn seines Programms "Der kleine Däumling" beim vierfachen Toeloop. "Ich habe mir selbst viel Druck gemacht, weil ich meine guten Trainingsleistungen bestätigen wollte. Dazu kommt die WM, die im Kopf eine große Rolle spielt", sagte der Zeitsoldat, der aber mit Rang drei in seiner Gruppe und zwei Plätzen vor Vlascenko zufrieden war. "Nun muss ich im Kurzprogramm nachlegen", meinte der ehemalige Junioren-Weltmeister.

Vlascenko gelang kaum ein sauberer Sprung, der viermalige deutsche Meister war nach zwei Stürzen beim dreifachen Axel dementsprechend deprimiert: "Ich laufe schon so lange international, aber solch eine Leistung nervt mich immer noch maßlos." Die Qualifikationskür zählt zwar nur mit 20 Prozent zum Gesamtergebnis, aber einen Spitzenplatz kann er abhaken. "Ich wollte eine Medaille, das ist nun vorbei", erkannte der 29-Jährige, der als Höchstschwierigkeit lediglich eine Kombination aus Dreifach-Salchow/Dreifach-Toeloop zeigte.

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