Vodafone-Aktien stiegen nach Bekanntgabe der Zahlen
Vodafone steigert Halbjahresgewinn um 24 Prozent

Bei Bekanntgabe seiner Halbjahreszahlen kündigte der britische Telekommunikationskonzern an, seine deutsche Tochter Arcor bis März 2001 an die Börse bringen zu wollen.

Reuters/dpa LONDON. Das britische Mobilfunkunternehmen Vodafone hat seinen Halbjahresgewinn um 24 Prozent gesteigert. In den sechs Monaten bis Ende September dieses Jahres stieg der Gewinn vor Steuern und Sonderposten auf 3,3 Milliarden Pfund (10,7 Mrd DM/5,5 Mrd Euro). An der Londoner Börse stieg die Vodafone-Aktie am Dienstagmorgen nach Bekanntgabe der Zahlen um fünf Prozent.

"Wir erwarten deutliche prozentuale Verbesserungen im Gesamtjahr sowohl beim Betriebsgewinn als auch beim Ebitda", führte Gent weiter aus. Das Halbjahresergebnis lag am oberen Ende des von Analysten prognostizierten Ergebnisses in Höhe von drei bis 3,3 Mrd. Pfund.



Die Schulden des größten europäischen Mobilfunkunternehmens belaufen sich auf 13,2 Milliarden Pfund. Das entspricht 8,5 Prozent des Börsenwerts. Die Zahl der Kunden stieg weltweit auf 65,5 Millionen. Die Integration des im April übernommenen Mannesmann - Konzerns mache "gute Fortschritte", teilte Vodafone mit.

Vodafone habe vor, die deutsche Telefongesellschaft Arcor noch vor dem Ende des laufenden Geschäftsjahres im März an die Börse zu bringen, sagte Gent.

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Die Kosten der Kundenakquisition hätten die Gewinnmargen der deutschen Tochter D2 im ersten Halbjahr auf 30 % von 45 % im Vorjahreszeitraum gedrückt, teilte Vodafone weiter mit. Dennoch verzeichne D2 einen Rekordzuwachs von 5,4 Mill. Kunden. In Großbritannien sei die Marge von 33 % auf 30 % gefallen. In der zweiten Jahreshälfte sollten dort jedoch wieder 33 % erreicht werden. In Deutschland rechne er mit einem Anstieg auf 35 %, sagte Gent.

Der Vorsteuergewinn habe sich in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres auf 1,82 Mrd. Pfund mehr als verdoppelt, gab das Unternehmen weiter bekannt. Der Umsatz sei um 32 % auf 10,17 Mrd. Pfund gestiegen. Die Zahl der Kunden habe um 55 % auf 65,5 Mill. zugelegt. Auf Grund der Kosten für UMTS-Mobilfunklizenzen und die Übernahme von Mannesmann-Schulden hätten sich allerdings auch die Nettoschulden des Unternehmens im Halbjahr (zum 30. September) um 6,5 Mrd. Pfund auf 13,2 Mrd. Pfund erhöht.

Gent sagte in der Telefonkonferenz weiter, dass der Anteilseigner Hutchison Whampoa der Ansicht sei, der derzeitige Aktienkurs entspreche nicht dem realen Wert von Vodafone. Der Hongkonger Mischkonzern werde aus diesem Grund auch erst über eine Veräußerung seines Anteils nachdenken, wenn der Aktienkurs von Vodafone sich wieder erholt habe.

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