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VÖB sieht Basel II-Verschiebung in vertretbarem Rahmen

Der Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, begrüßt die Entscheidung des Baseler ...

Der Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, begrüßt die Entscheidung des Baseler Ausschusses für Bankenaufsicht, die Überarbeitung des Regelwerks für Basel II bis Mitte 2004 abschließen zu wollen. Nach Auffassung des VÖB sei dies eine gerade noch vertretbare Zeitverzögerung, um Basel II nicht insgesamt in Frage zu stellen.
Der VÖB bewertet den gefundenen Kompromiss, bei der Ermittlung der Risikogewichte im bankinternen Ratingansatz lediglich die unerwarteten Verluste und nicht wie bislang auch die erwarteten Verluste einzubeziehen, als bedeutsamen und wichtigen Schritt in die richtige Richtung. Zugleich merkt der Verband jedoch an, dass er diese Forderung bereits vor über zwei Jahren erhoben hat, sich die deutsche Verhandlungsdelegation in Basel mit diesem Antritt jedoch nicht habe durchsetzen können.
Noch nicht geäußert hat sich der Baseler Ausschuss darüber, wie weit sich das In-Kraft-Treten von Basel II nach hinten verschiebt. Der bisherige Termin war für Ende 2006 avisiert. Eine Verschiebung des In-Kraft-Tretens ist aus VÖB-Sicht allein schon wegen des notwendigen zeitlichen Gleichlaufs mit der Umsetzung von Basel II in EU-Richtlinien und in deutsches Recht, aber auch im Hinblick auf die notwendige Zeit zur Umsetzung in den Banken sehr wahrscheinlich.
Der Baseler Ausschuss hat mit der teilweisen Überarbeitung des Regelwerks weiterhin die Absicht verknüpft, durch entsprechende Vorsorge nicht abgedeckte erwartete Verluste künftig je zur Hälfte vom Kernkapital und vom Ergänzungskapital abzuziehen. Überschießende Teile sollen jedoch lediglich bis zu maximal 20 Prozent dem Ergänzungskapital zugerechnet werden können. Nach Auffassung des VÖB ist diese Differenzierung nicht nachvollziehbar; vor allem ist der eventuelle Abzug vom Kernkapital zu hinterfragen.

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