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Völler atmet nach Uefa-Urteil auf

Mit einer Mischung aus Erleichterung und Bedauern hat Rudi Völler die milde Strafe der Europäischen Fußball-Union (Uefa) für den AS Rom aufgenommen. „Es hätte schlimmer kommen können. Damit können wir leben“, sagte der ehemalige DFB-Teamchef der dpa.

dpa ROM. Mit einer Mischung aus Erleichterung und Bedauern hat Rudi Völler die milde Strafe der Europäischen Fußball-Union (Uefa) für den AS Rom aufgenommen. "Es hätte schlimmer kommen können. Damit können wir leben", sagte der ehemalige DFB-Teamchef der dpa.

"Wir hätten gegen Leverkusen und Real Madrid aber natürlich lieber vor vollen Rängen gespielt", gab Roms-Trainer zu. Die beiden Champions-League-Heimspiele am 3. November gegen Bayer und am 8. Dezember gegen die Spanier muss Rom im leeren Stadion austragen. Die beim Stand von 0:1 nach einer Münzwurf-Attacke auf Schiedsrichter Anders Frisk abgebrochene Partie gegen Dynamo Kiew wertete die Disziplinarkommission der Uefa außerdem mit 3:0 für die Ukrainer.

"Die Uefa rettet Rom", kommentierte der "Corriere della Sera" das Urteil. Ausschlaggebend für die milde Strafe war nach Angaben von Uefa-Sprecher William Gaillard das "vorbildliche Verhalten des Publikums nach dem Spielabbruch". Anders als bei den Ausschreitungen im römischen Derby gegen Lazio im Frühjahr waren diesmal nicht radikale Fangruppen, sondern ein einzelner Zuschauer Schuld. "Das ist schon schade, dass wir wegen einer einzigen Person jetzt vor leeren Rängen spielen müssen", sagte Völler.

Roms Bürgermeister Walter Veltroni begrüßte, dass die Uefa "die Wahnsinnstat, durch die Schiedsrichter Frisk verletzt wurde, ahndete, ohne jedoch den Club und seine Fans übermäßig zu bestrafen". An der Mailänder Börse kletterten die Aktien des italienischen Vize-Meisters kurz vor Handelsschluss um gut drei Prozent. Ein Gewinn, der den geschätzten Einnahmeverlust von rund vier Mill. ? allerdings nicht aufwiegt.

"Wir, unsere Fans und die ganze Stadt Rom werden jetzt von der Uefa und der öffentlichen Meinung besonders beobachtet", appellierte der Club eindringlich an die Vernunft seiner Zuschauer und Club- Mitglieder. Bereits vor zwei Jahren waren die Römer in der Champions League beim Spiel gegen Galatasaray Istanbul durch eine Massenrangelei zwischen den Spielern beider Clubs aufgefallen.

Während der AS Rom das Urteil akzeptierte, trat die "La Gazzetta dello Sport" nach: "Abgesehen von dem dummen Werfer ist Schiedsrichter Frisk am schlechtesten aus der Sache herausgekommen", schrieb das Blatt, das dem Schweden "einen etwas theatralischen Auftritt" vorwarf und aus dem Opfer fast schon einen Täter machte: "Mit einem anderen Schiedsrichter hätte man weiterspielen können."

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