Völler: „Ein bisschen Schwitzen hat noch keinem geschadet.“
Trinken ist Pflicht!

DFB-Arzt Tim Meyer achtet akribisch darauf, dass Michael Ballack und Co. den hohen Flüssigkeitsverlust nach den Übungseinheiten ausgleichen. Das Trinken ist das A und O. Meyer weist die Spieler immer wieder darauf hin, dass sie hier mehr trinken müssen.

HB ALMANCIL. "Denn das Trinken ist ein ganz, ganz wesentlicher Faktor, um muskuläre Probleme zu verhindern und die körperliche Leistungsfähigkeit zu erhalten", erläuterte der Internist Gespräch.

Gut und gerne zwei Liter kann ein Spieler während des Trainings ausschwitzen, abhängig davon, wie lang und intensiv die Übungseinheit ist. Das Doppelte soll pro Tag getrunken werden, bemerkte Meyer: "Auf vier Liter sollten die Spieler schon kommen." Das Problem: "Der reine Durst bringt einen nicht dahin." Abends an der Hotel- oder Pool-Bar ein paar große Bier zu leeren, ist allerdings keine probate Lösung für Hochleistungssportler. "Bier, Kaffee und schwarzer Tee zählen nicht zu den sinnvollen Getränken, weil sie eine Harn treibende Wirkung haben", erläuterte Meyer. Auf der Getränkeliste stehen Energie-Drinks und Mineralwasser, welche die Muskulatur mit wichtigen Mineralien und Spurenelementen versorgen.

Das Training in der prallen Sonne ist gesundheitlich kein Problem. "Ein gesunder Leistungssportler kann in der Hitze Sport treiben", so Meyer. Trotzdem hat man sich mit Teamchef Rudi Völler Gedanken über die Trainingszeiten gemacht. Statt vormittags wurde am Freitag erst am frühen Abend trainiert. "Dann ist es nicht mehr so warm", sagte Völler, der hinzufügte: "Ein bisschen Schwitzen hat noch keinem geschadet."

Die Wärme macht den Spielern unterschiedlich stark zu schaffen. Kevin Kuranyi ist dank seiner dunkleren Haut angepasster an die südeuropäischen Bedingungen als hellhäutige Spieler wie Bastian Schweinsteiger oder Oliver Kahn. Der Kapitän trägt auch bei fast 30 Grad seinen dunkelblauen Torwart-Einteiler, was Meyer aus praktischen Gründen für richtig hält. "Was nützt es, wenn ihm in kurzer Kleidung kühler ist, er sich aber bei dem häufigen Boden-Kontakt die Ellbogen aufscheuert?"

Sonnenbaden am Pool oder am Strand ist für die Spieler tabu. Und auch bei der Nutzung der Klimaanlage im Hotel hat Meyer den Akteuren Ratschläge erteilt, um Infekten vorzubeugen. Wichtigster Tipp des Mediziners: "Die Klimaanlage soll arbeiten, wenn man nicht im Zimmer ist." Dann sollte der Raum auf 20 bis 22 Grad abgekühlt werden, "aber nicht auf 15".

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