Völler: Er hatte gute Chancen
Ramelow lässt Nachwuchs ran

Carsten Ramelow will nicht länger den Sündenbock spielen und macht im EM-Aufgebot Platz für einen Youngster. Damit zog Ramelow die Konsequenzen aus der zuletzt immer häufiger auftretenden Kritik an seiner Person.

HB HAMBURG. Mit seinem überraschenden Rücktritt aus der Fußball-Nationalmannschaft zog der 30-jährige Defensivspieler von Bayer Leverkusen gut drei Wochen vor dem EM-Start die Konsequenzen aus der zuletzt extremen Kritik an seiner Person. Zugleich sorgte er dafür, dass DFB-Teamchef Rudi Völler am Montag mindestens einen, möglicherweise sogar zwei Neulinge in sein 23-köpfiges EM-Aufgebot beruft. Erste Anwärter dafür sind die U21-Nationalspieler Lukas Podolski (1. FC Köln) und Bastian Schweinsteiger (FC Bayern München), Chancen hat aber auch der Bochumer Frank Fahrenhorst.

"Ich bedauere, aber akzeptiere die Entscheidung", kommentierte Völler den Entschluss von Ramelow, der den Teamchef bereits vor zwei Wochen darüber unterrichtet hatte. Offiziell begründete der 46-malige Nationalspieler seinen Rückzug in einer DFB-Pressemitteilung mit zunehmender Verletzungsanfälligkeit und dem Umstand, er wolle "Platz machen für jüngere Spieler, die eine Perspektive für die WM 2006 haben". Tatsächlich aber war wohl das öffentliche Urteil über ihn nach dem 1:5-Testspieldebakel am 28. April in Rumänien die Ursache.

Ramelow, von Völler als Notnagel kurzfristig in die ungewohnte Innenverteidiger-Rolle beordert, war in Bukarest einer von vielen schwachen Spielern, wurde allerdings am heftigsten kritisiert. "Er wurde als die Inkarnation des Versagens dargestellt", meinte Bayer Leverkusens Finanzchef Wolfgang Holzhäuser.

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