Völler plant WM vor eigener Haustür
Drei-Sterne-Koch für den vierten Stern

Der DFB favorisiert das altehrwürdige Schlosshotel Lerbach in Bergisch Gladbach als Quartier für die WM 2006. Das öffentliche Geschehen wird sich wohl vor allem in der Leverkusener "BayArena" abspielen. Der EM-Test gegen Belgien ist für Rudi Völler daher zugleich ein Probelauf.

HB KÖLN. Die Planungen des DFB für das Mega-Spektakel im eigenen Land laufen bereits auf Hochtouren, und der in Leverkusen wohnende DFB-Teamchef will sich praktisch vor der eigenen Haustüre optimale Bedingungen für das "Unternehmen Titelgewinn" und den vierten WM-Titel-Stern auf dem deutschen Trikot schaffen. "Wir wollen eine möglichst perfekte Kombination aus Hotel, Trainingsplätzen und Medienzentrum", sagte DFB-Pressechef Harald Stenger.

Das Belgien-Spiel wurde genutzt, um das favorisierte WM-Quartier einem Praxis-Test zu unterziehen. Die Nationalelf residierte im ehrwürdigen "Schlosshotel Lerbach" in Bergisch Gladbach, in dem die teuerste Suite 1341 ? pro Nacht kostet und der Drei-Sterne-Koch Dieter Müller sowie weitere 130 Mitarbeiter die Gäste verwöhnen. Eine erste Verhandlungsrunde über die exklusive Buchung der 43 Zimmer und elf Suiten für 2006 haben DFB-Direktor Bernd Pfaff und Völler bereits Anfang März mit dem Hotel-Management geführt. Allerdings werden auch noch Alternativen geprüft.

Das WM-Quartier wird Völler mit seinem Team nur zu den Spielen verlassen, die für den WM-Gastgeber in der Vorrunde in Berlin, Dortmund und München stattfinden werden. Denn im bereits von der FIFA genehmigten Spielplan wird Deutschland auf jeden Fall in einer Gruppe spielen, die drei Vorrundepartien für das DFB-Team in den drei größten WM-Arenen garantiert.

Das WM-Hotel muss darum im Rheinland liegen, weil in der Leverkusener "BayArena", die wegen ihrer zu geringen Zuschauer- Kapazität als WM-Spielstätte ausgeschieden war, die öffentlichen Trainingseinheiten des deutschen Teams während der Endrunde vom 9. Juni bis 9. Juli 2006 stattfinden werden. Das Stadion von Bayer 04 Leverkusen bietet sich zudem als DFB-Medienzentrum an. Pressechef Stenger macht kein Hehl daraus, dass er die "BayArena" für besonders geeignet hält. "Sie ist für ein Medienzentrum ideal mit ihren Möglichkeiten."

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