Völler plötzlich wieder als Teammanger im Gespräch
Für den DFB ist Rehhagel erste Wahl

Auf der Krisensitzung hat sich das DFB-Präsidium auf eine kurzfristige Lösung der Trainerfrage festgelegt. Demnach soll der Neuaufbau aufgeschoben werden, bis die WM 2006 vorbei ist. Auch ausländische Trainer sollen bereits kontaktiert worden sein.
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FRANKFURT/M. Am Montagabend hatten in Athen mehr als eine halbe Million Fans den deutschen Trainer Otto Rehhagel mit seinen Europameistern gefeiert, am Dienstag wurde Rehhagel endgültig zum Staatsthema. Präsident Costis Stephanopoulos griff in die Diskussion um Rehhagel ein und sagte: "Wir bitten ihn, bei uns zu bleiben. Er ist mehr als ein Grieche geworden. Wenn er bleibt, würde er uns sehr erfreuen." Dann fügte er an: "Wenn er uns verlassen sollte, werden wir ihn immer lieben und ihn respektieren."

Das wiederum haben die Verantwortlichen des DFB gerne gehört, denn Rehhagel gilt immer noch als Favorit aller denkbaren Kandidaten, zumal der Umworbene am Dienstag selbst klarstellte, dass er nichts von einer Vertragsverlängerung bis 2008 in Griechenland wüsste, von der am Montag berichtet worden war.

"Rehhagel steht mit Sicherheit vorn auf der Liste", sagte DFB-Vizepräsident Hans-Georg Moldenhauer am Dienstag dem Tagesspiegel. Sollte Rehhagel allerdings nicht aus seinem Vertrag herausgelöst werden, dürfte ein ausländischer Trainer ins Spiel kommen. Am Dienstag gab es Gerüchte um Kontakte des DFB zu Arsene Wenger, auch Morten Olsen und Guus Hiddink könnten zweite Wahl sein - möglicherweise verstärkt durch einen reaktivierten Rudi Völler. Dieser könnte als Teammanager Bindeglied zwischen Mannschaft und Öffentlichkeit sein.

Auf der Krisensitzung hat sich das DFB - Präsidium auf eine kurzfristige Lösung der Trainerfrage festgelegt. Demnach soll der Neuaufbau aufgeschoben werden, bis die Weltmeisterschaft 2006 vorbei ist. "Wir brauchen einen Mann für 2006, dann können wir neu nachdenken", sagt Moldenhauer. Intern drängt vor allem Franz Beckenbauer auf eine kurzfristig wirkungsvolle Lösung. Vor der Sitzung hatte er auf das Signet der WM 2006 an seinem Jacket gezeigt und gesagt: "Das ist jetzt das Wichtigste."

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