Völlers Elf kann gegen jeden gewinnen
Kommentar: Die andere Faszination

Er kam und alle fanden es gut. Aber an eine Wende zum Guten glaubte dennoch kaum jemand. Rudi Völlers Einstieg als Teamchef vollzog sich unmittelbar nach einem der schwärzesten Momente für den deutschen Fußball.

Die DFB-Auswahl hatte bei der Europameisterschaft 2000 nur einen Punkt und ein Tor zustande gebracht. Untergangsstimmung herrschte, der Ex-Stürmer wurde zunächst als Übergangslösung verpflichtet und blieb erst nach Daums Drogenfall langfristig im Amt. Beneidet wurde er nicht, eher bemitleidet.

Dass die dann doch wachsende Euphorie um das Team auf den Heimatmarkt beschränkt blieb, ist genauso natürlich wie die Tatsache, dass der Zufall nicht allein für das überraschende Ergebnis der deutschen Mannschaft verantwortlich ist. Diverse Spieler, insbesondere im Abwehrbereich, haben in den vergangenen Wochen ungeahnte Konstanz bewiesen. Dies gilt nicht nur für Linke, Metzelder oder Frings, sondern auch für Oliver Kahn. Selbst der Torhüter, der heute den einzigen dicken Fehler des Turniers machte, spielt in der Bundesliga nicht Woche für Woche auf dem Niveau von Japan und Südkorea.

Völlers Elf kann gegen jeden gewinnen. Aber noch immer auch gegen jeden verlieren. Nicht nur gegen Brasilien.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%