Völlige Liberalisierung nicht vor 2009
EU billigt weitere Öffnung der Briefmärkte

Die nationalen Postbetreiber werden bei der Briefbeförderung bald mehr private Konkurrenz bekommen. Die EU- Finanzminister einigten sich endgültig auf die Liberalisierung der Briefmärkte, berichtete die EU-Kommission.

dpa BRÜSSEL. Danach wird die EU-Monopolgrenze für Inlandsbriefe, die bislang bei einem Höchstgewicht von 350 Gramm liegt, Anfang 2003 auf zunächst 100 Gramm, von 2006 an auf 50 Gramm gesenkt.

Eine völlige Liberalisierung dürfte es nicht vor 2009 geben. Für den Standardbrief unter 20 Gramm, der den Löwenanteil im Briefdienst ausmacht, behält die Post auch mit der nun verabschiedeten Reform ein Monopol.

Vor einer vollständigen Liberalisierung soll 2006 eine Studie der Kommission zu deren Auswirkungen erstellt werden. Auf Grundlage dieser Studie wird die Kommission dann den EU-Staaten und dem Europaparlament mitteilen, ob sie den Termin 2009 oder einen anderen zur endgültigen Öffnung befürwortet. Die Kommission hatte zunächst eine raschere Öffnung der EU-Postmärkte befürwortet, sich damit bei den EU-Staaten aber nicht durchsetzen können.

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