"Völlige Übereinstimmung" in der Bewertung des USA-Besuchs
Bundeskanzler stärkt Fischer den Rücken

Zwischen dem Bundeskanzler und seinem Außenminister herrsche völlige Übereinstimmung. Außenminister Joschka Fischer informierte Gerhard Schröder telefonisch über die Ergebnisse seines Besuchs in Washington.

dpa BERLIN. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat sich am Donnerstag erneut hinter den in seiner eigenen Partei kritisierten Außenminister Joschka Fischer (Grüne) gestellt. Fischer habe den Kanzler von Rom aus telefonisch über die Ergebnisse seines Besuchs in Washington informiert, sagte Regierungssprecher Uwe-Karsten Heye in Berlin. Zwischen Kanzler und Außenminister gebe es "völlige inhaltliche Übereinstimmung" in der Bewertung des Besuchs.

Fischer hatte in Washington Verständnis für das britisch- amerikanische Bombardement auf den Irak gezeigt. Dies hatte nach Angaben von Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) große Unruhe und Verwunderung und Befremden in Fischers Partei ausgelöst. Nach Angaben mehrerer Grüner Abgeordneter soll Fischer sich in der nächsten Sitzung der Bundestagsfraktion zu seiner Haltung in Washington äußern. Diese Sitzung ist erst für den 6. März vorgesehen.

Grünen-Fraktionschef Rezzo Schlauch sagte im Südwestrundfunk, von einem innerparteilichen Aufstand gegen Fischer könne überhaupt keine Rede sein. Es habe lediglich kritische Äußerungen gegeben. Diese Kritik könne er aber nicht nachvollziehen. In der Situation eines Antrittsbesuchs bei einer neuen Regierung eines Landes tue man gut daran, nicht gleich "auf dem öffentlichen Jahrmarkt die große Kritik- Keule auszupacken".

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