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Voest-Alpine im 1.HJ durch Stahlkonjunktur belastet

Die Voest-Alpine AG ist im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2001/02 (GJ zum 31. März) beim Umsatz gewachsen, hat aber dabei weniger verdient. Der Rückgang beim Betriebsergebnis (EBIT) resultiere aus den gesunkenen Preisen der erzeugten Gütersowie den gestiegenen Preisen der eingekauften Rohstoffe und von Energie, teilte Voest-Alpine am Freitagvormittag mit.

Reuters WIEN. Alle wesentlichen Konzerngesellschaften weisen laut Voest-Alpine positive Ergebnisse aus.

"Die operativen Kennziffern entsprechen den Werten eines durchschnittlich guten Geschäftsjahres", wird Firmenchef Franz Struzl in einer Aussendung zitiert. "Wenn wir trotz der drastischen Verschlechterung der Konjunktursituation im Gesamtjahr nach wie vor das operative Ergebnis des vorvergangenen Jahres erreichen wollen, so zeigt das, dass wir in unserem Bestreben, uns vom internationalen Stahlzyklus zu entkoppeln, erfolgreich sind", so Struzl weiter. Für 2001/02 strebt Voest-Alpine somit an, ein Ebit auf dem Niveau des GJ 1999/2000 in Höhe von 153 Mill. Euro zu erzielen. Im ersten Halbjahr 2001/02 (zum 30. September) hat Voest-Alpine bei einem Umsatz von 1643,7 (1526,7) Mill. Euro einen Betriebserfolg (Ebit) von 87 (145,0) Mill. Euro erzielt. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) sei auf 15,1 (134,1) Mill. Euro zu liegen gekommen, teilte Voest-Alpine mit.

Das EGT sei insbesondere aufgrund der stichtagsbezogenen Marktpreisbewertung der 20-Prozent-Beteiligung an der VA Technologie AG belastet, ohne Abwertung der Beteiligung würde das EGT bei 70 Mill. Euro liegen. Diese Sonderbelastung sei allerdings nicht cashwirksam und werde daher keinen Einfluss auf die Dividendenbemessung haben.

Divisionen unterschiedlich von Kojunkturschwäche betroffen

Die einzelnen Divisionen der Voest-Alpine seien unterschiedlich vom Konjunkturverlauf betroffen, teilte Voest-Alpine mit. So spiegle sich in der Division Stahl die verschlechterte Konjunktur am deutlichsten wieder. Hier sei der Umsatz zwar nur leicht gesunken, das Betriebsergebnis aber um 50 % deutlich zurück gegangen.

In der Division Bahnsysteme liege der Betriebserfolg bei deutlich gestiegenem Umsatz um 13 % unter dem Vorjahreswert. In der Division Profilform ging der Betriebserfolg laut Voest-Alpine bei geringfügig gesunkenem Umsatz um rund elf Prozent zurück.

Die Division "motion" habe nach mehreren Akquisitionen den Umsatz nahezu verfünffacht und erstmals einen nennenswerten Beitrag zum Betriebserfolg des Konzerns geleistet.

Voest-Alpine notierten Freitagvormittag an der Wiener Börse mit 31,99 (32,05). Seit Jahresbeginn liegen sie somit 8,44 % im Plus, während der Leitindex ATX nur 0,54 % im Plus liegt.

Weitere Details folgen nach der für 1030 Uhr MEZ angesetzten Pressekonferenz.

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