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Voest-Alpine sieht Trendwende in Stahlbranche

Die Voest-Alpine AG sieht erste Zeichen einer Konjunkturverbesserung in der Stahlindustrie. Im laufenden Quartal, dem letzten des Geschäftsjahres 2001/02, erwartet der Stahlkonzern nach sechs Quartalen mit sinkenden Preise eine Stabilisierung.

rtr WIEN. Im Gesamtjahr 2001/02 (zum 31. März) werde man im operativen Ergebnis (Ebit) auf dem Niveau des vorvergangenen Jahres zu liegen kommen, teilte die Voest-Alpine am Freitag mit. 1999/2000 war das EBIT des Konzernes bei 153 Mill. ? gelegen. Für das erste Quartal des kommenden Geschäftsjahres, also das zweite Kalenderquartal, zeichne sich eine Trendwende ab, heißt es in der Aussendung der Voest-Alpine.

Voest-Alpine hat in ersten drei Quartalen 2001/02 weniger verdient. Bei einem Umsatz von 2,47 (2,31) Mrd. ? sank das Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Amortisation (Ebitda) auf 282,4 (361,1) Mill. ?. Das Ebit fiel auf 108,6 (205,2) Mill. ?, das Ergebnis vor Steuern wurde mit 34,5 (183,2) Mill. ? angegeben. Das Vorsteuerergebnis sei mit 50,8 Mill. ? aus der Abwertung des 20-prozentigen Anteiles an der VA Technologie AG belastet. Diese Abwertung sei aber nicht cash-wirksam, so die Voest-Alpine.

Voest-Alpine liegt damit in Bezug auf das Ebitda und das Ergebnis vor Steuern in den Erwartungen der Analysten, beim Ebit unter dem erhobenen Konsensus von 111,6 Mill. ?. Der Stahlkonzern begründete den Ergebnisrückgang mit dem anhaltend schlechten Umfeld, das auf die Preise gedrückt habe. Andererseits hätte man auch höhere Rohstoffkosten gehabt. Dennoch sei man insofern zufrieden als die Ziffern noch immer den Werten eines durchschnittlich guten Jahres entsprächen und das Jahr 2000/01 ein Rekordjahr gewesen sei, so die Voest-Alpine.

Die schwache Konjunktur habe sich am deutlichsten in der Divison Stahl niedergeschlagen. Der Umsatzrückgang auf 1,458 (1,496) Mrd. ? reflektiere den Preisdruck. Der Erlösverfall habe sich nun aber deutlich verlangsamt. Das Ebit sei zusätzlich durch höhere Rohstoffkosten und geplante Reparaturstillstände belastet worden und auf 70,4 (164,7) Mill. ? gefallen. Die Ebit-Marge wurde von Voest-Alpine mit 4,8 (11,0) Prozent angegeben.

Die Divison Bahnsysteme sei weit weniger zyklisch. Die Umsätze seien auf 671 (566,5) Mill. ? gestiegen, das Ebit habe sich auf 31,1 (30,3) Mill. ? erhöht. Die Division Profilform habe mit 338,9 (349) Mill. ? in den ersten drei Quartalen zwar weniger umgesetzt, aber im Oktober und November Lieferrekorde erreicht. Die gute Nachfrage komme aus Europa, während die US-Märkte noch verhalten seien. Das Ebit bei Profilform wurde mit 28,4 (25,3) Mill. ? angegeben.

Die neu gegründete Division motion legte beim Umsatz auf 128,4 (30) Mill. ? zu. Darin sind die 2000 erworbenen Rotec und Eurweld konsolidiert, allerdings noch nicht die im Herbst um 127 Mill. ? gekaufte niederländische Polynorm. Das Ebit wurde mit 0,5 (0,6) Mill. ? genannt. Der Konzern will insbesondere in der Division motion in den nächsten Jahren stark zulegen. Die Auslastung der Werke sei gut. Die Rohstahlproduktion in beiden Werken - Linz und Donawitz - sei um 0,6 % auf 3,96 Mill. Tonnen gestiegen.

Voest-Alpine notierten im Frühhandel an der Wiener Börse zunächst leichter bei 30,06 (30,25).

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