VoiceStream noch keine Stellung bezogen
Telekom bietet 53 Mrd. Dollar für VoiceStream

Das Unternehmen habe laut "Wall Street Journal" rund 205,60 $ je Voice- Stream-Aktie geboten.

dpa NEW YORK. Die Deutsche Telekom hat nach Presseberichten ein Angebot für das amerikanische Mobilfunkunternehmen VoiceStream Wireless in Höhe von rund 53 Mrd. $ (112 Mrd. DM/57 Mrd. Euro) gemacht. Das Unternehmen habe rund 205,60 $ je Voice- Stream-Aktie geboten, berichtete das "Wall Street Journal" am Donnerstag. Die Deutsche Telekom wolle im Rahmen der diskutierten Transaktion 3,2 eigene Aktien und 30 $ in bar je VoiceStream- Aktie bieten.

Der VoiceStream-Aktienkurs war am Mittwoch auf Grund der Übernahmespekulationen im nachbörslichen Handel von 145,50 $ auf 169,69 $ in die Höhe geschossen. VoiceStream nahm nach Angaben der Zeitung keine Stellung.

Das jüngste Angebot der Deutsche Telekom sei "auf dem Tisch", und die beiden Seiten setzten ernsthafte Diskussionen über eine potenzielle Transaktion fort, berichtete das Wirtschaftsblatt. Es bleibe aber abzuwarten, ob VoiceStream die Offerte der Deutsche Telekom akzeptieren oder die japanische Mobilfunkfirma NTT DoCoMo zu einer Angebotsschlacht ermutigen werde.

NTT DoCoMo habe sich seit Monaten VoiceStream angeschaut, sei jedoch eher an einer Beteiligung interessiert. Viel hänge davon ab, ob das Management und der Verwaltungsrat von VoiceStream eher einen strategischen Partner suche oder die Gesellschaft voll verkaufen wolle. Der Aufsichtsrat der Deutsche Telekom habe sich am Mittwoch getroffen, aber nicht über einen VoiceStream-Kauf entschieden. Das Aufsichtsgremium kann sich nach Darstellung des "Wall Street Journal" jedoch am Wochenende erneut treffen, um eine Transaktion zu diskutieren.

Die Deutsche Telekom erwäge auch andere Optionen für einen US-Brückenkopf, darunter ein mögliches Angebot für den US- Telefonkonzern Qwest oder für die US-Telekomfirma Sprint, schreibt die Zeitung.

VoiceStream hat seinen Sitz in Bellevue (Washington). Es handelt sich um eine der wenigen unabhängigen US-Mobilfunkfirmen. Das rasch expandierende Unternehmen hat im ersten Quartal dieses Jahres 257 Mill. $ umgesetzt und einen Verlust von 203,3 Mill. $ verbucht. Die Firma hat 1,8 Mill. Kunden. Sie besitzt aber Lizenzen, um insgesamt 222 Mill. Amerikanern ihre Dienste anbieten zu können. VoiceStream benutzt den in Europa und Asien verwendeten GSM-Mobilfunkstandard und ist deshalb für ausländische Anbieter besonders interessant.

Die Telekom-Aktie gab im Laufe des Nachmittagshandel am Donnerstag stark nach, das Papier verlor über 5 % an Wert.



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