Voigt mit Rekordsieg
Bayern-Rundfahrt: Zabels 190. Erfolg

Mit zwei ersten Plätzen bei der Bayern-Rundfahrt hat Erik Zabel seinen Siegrekord auf 190 Karriere-Erfolge geschraubt. Gesamtsieger wurde in Burghausen allerdings Jens Voigt.

HB BURGHAUSEN. Der Radprofi aus Berlin erzielte nach seinen Siegen in den Jahren 2000 und 2001 bei der 25. Auflage der Tour durch den Freistaat als erster Fahrer den dritten Gesamtsieg. "Ich bin furchtbar stolz darauf, dass ich etwas Einzigartiges geschafft habe", sagte Voigt.

Die sechste und letzte Etappe über 166,9 km von Pfarrkirchen nach Burghausen gewann nach 4:13:30 Stunden Stefan Schumacher aus Großbettlingen. Der Fahrer aus dem Team Lamonta konnte nach einer erfolgreichen Flucht den Spurt gegen seinen Mitausreißer Corey Sweet aus Australien um eine Radlänge für sich entscheiden.

Voigt, der für das dänische CSC-Team des ehemaligen Tour-de- France-Siegers Bjarne Riis fährt, hatte die Vorentscheidung zu seinen Gunsten bereits am Freitag auf der 200 km langen "Königsetappe" von München nach Bad Aibling geschafft, als er nach einer famosen Energieleistung Zweiter geworden war. Auch der Schlusspunkt nach insgesamt 892 km in Burghausen war noch einmal ein Beleg für seine Klasse, als er den Spurt des Hauptfeldes gegen Zabel für sich entschied und mit 37 Sekunden Rückstand auf das Hauptfeld Dritter wurde. Für Voigt war die Bayern-Rundfahrt damit eine perfekte Einstimmung auf die Pfingstmontag beginnende Deutschland-Tour. "Da will ich auch einen Platz auf dem Podium", sagte er vorausschauend.

Zabel durfte ebenfalls mit sich und seinem T-Mobile-Team zufrieden sein. Am Samstag hatte der 33-Jährige das über 180 km führende Teilstück von Bad Aibling nach Pfarrkirchen im Sprint vor Voigt gewonnen und sich damit nach dem Erfolg auf der 2. Etappe seinen zweiten Tagessieg gesichert. Es war sein insgesamt 15. Etappensieg bei der Bayern-Rundfahrt. Nachdem er Ex-Weltmeister Mario Cipollini unlängst bei der Friedensfahrt mit dem 188. Sieg überholt hatte, baute er seine Position als Nummer eins damit weiter aus. "Nach der Klassiker-Serie habe ich nicht auf dem Sofa gelegen. Ich habe viel gearbeitet, es hat sich gelohnt", erklärte der Team-T-Mobile-Star.

Das Gelbe Trikot geriet auf der Schlussetappe nicht mehr in Gefahr, auch wenn sich früh eine vierköpfige Ausreißergruppe bildete. Schumacher und Sweet konnten den Fluchtversuch durchhalten, aber ihr Vorsprung wurde nie so groß, dass Voigt in Gefahr geraten konnte. Für sie wurde es ein Zweikampf um den letzten Tagessieg.

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