Volatiler Verlauf
Nemax-Indizes rutschen in die Verlustzone

Am Neuen Markt haben am Donnerstagmittag nach dem fulminanten Kursanstieg vom Vortag die Verkäufer dominiert. Der Nemax 50 büßte seine stattlichen Gewinne vom Vormittag ein und verlor zuletzt 0,34 % auf 1 322,69 Punkte. Der All Share zeigte sich mit 0,19 % auf 1 244,74 Zähler im Minus.

dpa-afx FRANKFURT. "Es ist Mittagszeit, da tanzen wir oft den Totentanz", sagte ein Händler einer Frankfurter Großbank angesichts der Ereignislosigkeit am Neuen Markt. Derzeit sei der NASDAQ Future leicht im Minus, so dass die Gewinne im Durchschnitt auch am Neuen Markt geschmolzen seien. Wenn die US-Börsen am Nachmittag aufmachen, "haben wir vielleicht noch mal fünf Minuten Action", ergänzte er. Die werde aber schnell wieder abklingen, befürchtet er.

Besonders fest waren wieder einmal Comdirect , die 4,70 Prozent auf 12,93 Euro gewannen. DAB Bank verloren dagegen 3,92 Prozent auf 14,71 Euro. Consors machten ihre Vortagesverluste mehr als wett und legten um 2,73 Prozent auf 9,80 Euro zu.

Diskussion um Consors-Verkauf

Der Vorstandsvorsitzende des Online Brokers ConSors, Karl Matthäus Schmidt habe vom neuen Chef der Schmidt Bank, Paul Wieandt, die Zusicherung erhalten, dass Consors nur als Ganzes verkauft werde. Das sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Als Interessenten für ConSors würden derzeit die Postbank und der französische Online Broker Fimatex, eine Tochter der Societe Generale gehandelt. Ein Verkauf sei bis Ende Dezember nicht auszuschließen, hieß es weiter.

Für Philipp Hässler, der Wertpapiere bei der BHF-Bank analysiert, sei es "keine Überraschung", dass das Unternehmen im Ganzen verkauft werde. Am sinnvollsten wäre es nach seiner Ansicht, wenn der US-Broker Charles Schwab die Nürnberger übernehmen würde, denn der sei in Europa hauptsächlich in Großbritannien vertreten, während ConSors vor allem in Deutschland, Spanien und Frankreich im Geschäft sei. Beide würden sich folglich gut ergänzen, schätzte Hässler.

Nach Ansicht eines Händlers traue der Markt dem Konkurrenten Comdirect wohl noch am ehesten zu, Kunden von ConSors "zu sich 'rüber zu locken". Angesichts der Unsicherheit bei der Nürnberger Konkurrenz habe Comdirect in den zwei Wochen seit dem 16. November 1.500 neue Kunden gewonnen.

Plambeck-Aktien reagieren kaum auf Beteiligung

Die Anleger scheinen von dem Engagement des Windkraftanlagenspezialisten Plambeck Neue Energien in Frankreich kaum beeindruckt zu sein. Die Aktien waren recht volatil und gewannen zuletzt 0,46 Prozent auf 21,80 Euro. Von institutioneller Seite tue sich in dem Titel seit längerem nichts, sagte ein Händler einer Frankfurter Großbank. Er habe am heutigen Tag sogar überhaupt keine Order. Die Anleger fänden die Nachricht wohl nicht all zu wichtig.

Die USU AG stattet den Finanzdienstleistungskonzern Wüstenrot & Württembergische AG mit IT-Controlling-Produkten aus. Finanzielle Details wurden nicht bekannt. Die Aktie verlor 0,61 Prozent auf 8,15 Euro.

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