"Volks-PC" bei Plus erregte Aufmerksamkeit
4MBO zieht sich aus dem Ausland zurück

Nach hohen operativen Verlusten der Niederlassungen in Österreich, Belgien und Großbritannien werde das Exportgeschäft künftig über internationale Handelskonzerne abgewickelt, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Plochingen bei Stuttgart mit.

Reuters PLOCHINGEN. Wegen der Verluste im Ausland und der Abschreibungen auf die Ausverkaufs-Bestände sowie der Kosten der Schließung werde das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) von 4MBO in diesem Jahr mit voraussichtlich 9,4 (Vorjahr: 14,8) Mill. Euro erneut negativ ausfallen. Bisher hatte 4MBO mit der Gewinnwende und einem Ebit von 6 Mill. Euro gerechnet.

Die Auslandstöchter sollten entweder rasch verkauft oder - falls das nicht gelinge - geschlossen werden, hieß es weiter. Sie hätten in den ersten neun Monaten bei einem um 49 % auf 29,2 Mill. Euro geschrumpften Umsatz 2,6 Mill. Euro Verlust erwirtschaftet. Dazu kämen Kosten und Rückstellungen für den Ausstieg von 8,6 Mill. Euro. Weitere 4,5 Mill. Euro müssten auf den Lagerbestand abgeschrieben werden, der vor der Schließung verkauft werden muss. Von den Plänen ausgenommen sei der britische Standort der Jenoptik Camera-Gruppe.

Im vierten Quartal 2002 wolle 4MBO wieder schwarze Zahlen schreiben, hieße es weiter. Damit könne der bis September aufgelaufene Verlust von 13 (minus 8,6) Mill. auf 9,4 Mill. Euro reduziert werden. In den ersten drei Quartalen habe der Umsatz bei 168 (152,2) Mill. Euro gelegen.

An der Umsatzprognose von 300 Mill. Euro halte 4MBO fest. Das Unternehmen organisiert ähnlich wie Medion Computer- und Elektro-Verkaufsaktionen für große Handelsketten. Zuletzt hatte 4MBO mit dem Verkauf eines so genannten "Volks-PC" über die Supermarkt-Kette Plus auf sich aufmerksam gemacht. Die Aktion soll im Dezember fortgesetzt werden.

Am Neuen Markt büßte die 4MBO-Aktie zum Handelsauftakt 3,1 % auf 1,56 Euro ein.

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