Volksbefragung
London deutet Ablehnung des Gibraltar-Referendums an

In einer Erklärung des Außenministeriums vom späten Donnerstagabend hieß es, mit einem solchen Referendum würde die "Demokratie umgangen".

HB LONDON. Die britische Regierung würde die von Gibraltar ausgerufene Volksbefragung über den künftigen Status der Kolonie nicht anerkennen. Der Regierungschef von Gibraltar, Peter Caruana, hatte angekündigt, dass ein Referendum unter internationaler Beobachtung Ende Oktober stattfinden könne. Er reagierte damit auf die Pläne Großbritanniens und Spaniens, sich die Souveränität über das 6,5 Quadratkilometer große Gebiet an der Südspitze der Iberischen Halbinsel zu teilen. Caruana hat die spanisch-britischen Verhandlungen boykottiert.

"Wir würden kein Referendum anerkennen, das nur der Ablehnung der Regierungspolitik gilt und nicht durchdacht oder gründlich diskutiert worden ist", erklärte das Londoner Außenministerium. Damit wäre der Bevölkerung Gibraltars nicht gedient. Die überwältigende Mehrheit der 27 000 Einwohner des "Affenfelsen" hat sich bisher klar gegen eine mögliche Teilung der Souveränität zwischen London und Madrid ausgesprochen.

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