"Volksfront für die Befreiung Palästinas" bekennt sich
Israelischer Tourismusminister Seevi stirbt nach Attentat

Der rechtsgerichtete israelische Tourismusminister Rehavam Seevi ist am Mittwoch durch Kopfschüsse getötet worden. Seevi wurde vor seinem Zimmer in einem Ostjerusalemer Hotel mit drei Schüssen aus kurzer Distanz niedergestreckt, wie die Polizei mitteilte.

ap JERUSALEM. Im Krankenhaus hatten Ärzte versucht, den Schwerverletzten wiederzubeleben. Seevi habe Kopf- und Halswunden, teilte die Hadassa-Klinik mit. Der arabische Fernsehsender El Dschasira berichtete, die radikale Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP) habe sich zu dem Anschlag bekannt.

Seevi wurde von seiner Ehefrau im Zimmer der beiden im Hyatt-Hotel schwer verletzt entdeckt. Kurz nach dem Anschlag trafen schwer bewaffnete israelische Sicherheitskräfte ein. Seevi gehörte zu den sieben Abgeordneten der rechtsgerichteten Nationalen Union, die am Montag ihren Austritt aus der Regierungskoalition von Ministerpräsident Ariel Scharon erklärt hatten. Der Rücktritt sollte am heutigen Mittwoch wirksam werden.

Seevi hatte in der Vergangenheit mit abfälligen Bemerkungen über Palästinenser mehrfach für Negativschlagzeilen gesorgt. So bezeichnete er illegal in Israel arbeitende Palästinenser als "Läuse" und "Krebsgeschwür", derer sich Israel erwehren müsse. Die Nationale Union trat unter anderem für die Ausweisung aller unter israelischer Herrschaft lebender Araber ein.

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