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Volksrepublik China will Atomenergieanteil steigern

Die Volksrepublik China will den Ausbau der Atomenergie massiv vorantreiben, um die wachsende Stromnachfrage bedienen zu können. Wie aus einer Stellungnahme der chinesischen Atomenergiebehörde Caea hervorgeht, will China dabei mit anderen Ländern und ausländischen Unternehmen zusammenarbeiten. Vor allem in den hochentwickelten Küstenprovinzen kommt es immer wieder zu Stromauffällen.

dpa-afx PEKING. Die Volksrepublik China will den Ausbau der Atomenergie massiv vorantreiben, um die wachsende Stromnachfrage bedienen zu können. Wie aus einer Stellungnahme der chinesischen Atomenergiebehörde Caea hervorgeht, will China dabei mit anderen Ländern und ausländischen Unternehmen zusammenarbeiten. Vor allem in den hochentwickelten Küstenprovinzen kommt es immer wieder zu Stromauffällen.

"Die Atomenergie muss schnell entwickelt werden, um den Erfordernissen der wirtschaftlichen Entwicklung und der wachsenden Energienachfrage gerecht zu werden, sowie eine harmonische Entwicklung von Wirtschaft, Gesellschaft und ökologischem Umfeld zu gewährleisten", heißt es in dem Caea-Stellungnahme. Wie viel Geld dafür investiert werden soll, wird nicht erwähnt.

Kohleverstromung Stellt Löwenanteil

Derzeit setzt die Volksrepublik vor allem Kohle zur Stromerzeugung ein. Lieferschwierigkeiten bei der Kohle haben zusammen mit dem Fehlen ausreichender Stromerzeugungskapazitäten und den steigenden Ölpreisen dazu geführt, dass sich das Land dazu entschlossen hat, andere Energiequellen in seinem Energiemix zu fördern. Ende Juni stimmte der chinesische Staatsrat dem Entwurf für ein Energie-Entwicklungsprogramm für die kommenden 15 Jahre zu, dem ersten langfristigen energiepolitischen Konzept des Landes.

"China sieht Atomenergie als integralen Bestandteil der staatlichen Energiestrategie und vergrößert den Anteil der Atomenergie an der gesamten Energieversorgung", heißt es in dem Caea-Schriftstück. "In den Küstengebieten mit entwickelten Wirtschaften und einer hohen Stromnachfrage wird die Atomenergie zur wichtigen Säule im Energiemix werden."

Atomenergieanteil Soll Steigen

Bis zum Jahr 2020 soll sich der Anteil der Atomenergie an der gesamten Stromerzeugung auf vier bis fünf Prozent belaufen, sagte der stellvertretende Minister für Wissenschaft und Technologie, Zhang Huazhu, auf einer Pressekonferenz. Der Kohleverbrauch soll dadurch um 120 Mill. Tonnen sinken. Die atomare Stromerzeugungskapazität soll auf 36 000 MW gesteigert werden.

Derzeit stünden vier Projekte an, an denen sich Unternehmen aus dem Ausland beteiligen könnten. Neben dem bereits im Juli beschlossenen Bau eines Atomkraftwerke in Sanmen (Zhejiang) und der Erweiterung des Meiler in Lingao (Guangdong), prüfe die Regierung ein Projekt in Yangjiang (Guangdong) und die Erweiterung von Qinshan (Zhejiang).

Ausländische Beteiligung Erwünscht

Von diesem Kuchen wollen sich Unternehmen wie Electricite de France and Framatome ANP, die zur British Nuclear Fuels Ltd zählende Westinghouse Electric Co und Mitsubishi ein möglichst großes Stück abschneiden.

Das erste AKW ging in China 1991 im Süden von Guangdong ans Netz. Derzeit sind neun Akws mit einer Gesamtleistung von 7 010 MW in Betrieb. Sie liefern 1,8 % der gesamten Stromproduktion. Im kommenden Jahr wird ein weiteres AKW in Jiangsu ans Netz gehen und die Gesamtkapazität der Akws auf 9 130 MW erhöhen.

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