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Volkswagen vereinbart strategische Allianz mit malaysischer Proton

Der Autobauer Volkswagen hat mit dem malaysischen Autohersteller Proton eine langfristige strategische Partnerschaft vereinbart.

dpa-afx WOLFSBURG. Der Autobauer Volkswagen hat mit dem malaysischen Autohersteller Proton eine langfristige strategische Partnerschaft vereinbart. Die Wolfsburger wollen mit der Kooperation den Einstieg in den wachsenden Markt der Asean-Staaten finden, der nach wie vor durch hohe Einfuhrzölle weitgehend abgeschirmt ist.

Eine Vorvereinbarung sei in Wolfsburg unterzeichnet worden, teilte Volkswagen am Dienstag mit. Eine Beteiligung an Proton ist derzeit nicht vorgesehen. Beide Partner behalten ihre volle unternehmerische Eigenständigkeit. Einem Frankfurter Händler zufolge trieb diese Nachricht den Kurs nicht mehr an. Vor Wochen sei die Einigung bereits als Pressemeldung gelaufen, sagte er. Zum Börsenschluss lag die Volkswagen-Aktie um 0,86 Prozent höher bei 33,95 Euro. Der Dax stieg um 0,2 Prozent auf 3 862 Punkte.

Produktion FÜR DIE Asean-Region

Vorrangiges Ziel sei es, in Malaysia ohne umfassende Investitionen eine Automobilproduktion aufzubauen, die auch andere Länder der Asean-Region mit Fahrzeugen beliefert. Ebenso soll eine gemeinsame Entwicklung von Fahrzeugen geprüft werden. Als erster Schritt sei die Vorbereitung zur Montage von Bausätzen zweier Modelle vereinbart worden. Zunächst betreffe die Zusammenarbeit nur die Marke Volkswagen. Ende 2005 sollen die ersten in Malaysia montierten Modelle angeboten werden.

2006 sollen dort zunächst mehr als 15 000 Fahrzeuge abgesetzt werden. Ein starkes Wachstum verspricht sich VW von dem Händlernetz von Proton, das zumindest teilweise für den Vertrieb der Volkswagen-Fahrzeuge genutzt werden könne.

Proton beherrscht in Malaysia seit Jahren den Markt, verliert jedoch zunehmend Anteile, seit Toyota Motor , Honda Motor und Nissan Motor ebenfalls im Land Autos bauen. Das staatlich dominierte Unternehmen gilt als schwieriger Partner. Erst im Frühjahr hat der frühere Daimler-Partner Mitsubishi seine Beteiligung an Proton wieder abgestoßen.

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