Volkswagen verliert über 2 % nach Herabstufung durch Bankhaus Metzler
Freundliche US-Aktien helfen deutschen Standardwerten

Die Aktien der Allianz und Dresdner Bank gehören zu den großen Verlierern. Die Papiere verbilligten sich um 2,51 % auf 318,80 Euro beziehungsweise 1,15 % auf 50,80 Euro.

dpa FRANKFURT/MAIN. Dank Kursgewinnen der US-Standardwerte hat der deutsche Aktienindex Dax am Montagabend nahe seines Vorwochenschlusses tendiert. Der Neue Markt sei bis zum Abend hingegen auf sein Tagestief gefallen, sagte Aktienhändler Chim Pries von der Frankfurter DG Bank. Während der Dax seine anfänglichen Verluste bis auf ein Minus von 0,13 % auf 5 822 Punkte begrenzte, sank der Nemax 50 um 3,13 % auf 1 465 Zähler. Die 70 im MDax geführten Unternehmen gaben insgesamt um 0,82 % auf 4 556 Stellen nach.

Während die US-Standardwerte um 0,1 % auf 9 888 Punkte zulegten, gab der allumfassende Composite-Index der elektronischen Handelsbörse Nasdaq um 1,26 % auf 1 817 Stellen nach. In Europa entwickelten sich die Börsen uneinheitlich. Der Euro Stoxx 50 legte um 0,22 % auf 4 194 Stellen zu.

Pries begründete die unterschiedliche Entwicklung mit dem Kursplus der US-Standardwerte im Dow Jones Index, die von guten Konjunkturdaten profitiert hätten. Wegen insgesamt geringer Umsätze seien die Kursbewegungen der deutschen Aktien jedoch nur bedingt aussagekräftig.

Ohne offensichtliche Begründung notierten Bayer 4,34 % leichter bei 46,05 Euro. Ratlos registrierten die Händler auch bei Thyssen-Krupp einen Verlust von 3,94 % auf 15,84 Euro.

Die drittstärksten Verluste erlitten Infineon -Aktien nach unklaren Äußerungen des Vorstands-Chefs. Danach werde das Unternehmen solange keine Gewinnwarnung vorlegen, wie die Zahlen nicht unter den Marktschätzungen liegen. Dies ließe Raum für Spekulationen, sagte ein Frankfurter Händler.

Uneinheitlich zeigten sich Automobilwerte. Die Volkswagen -Aktie verlor um 2,02 % auf 50,88 Euro nach einer Herabstufung des Bankhauses Metzler. Hingegen legten BMW um 1,16 % auf 34,97 Euro zu, während Daimler-Chrysler um 1,26 % auf 51,29 Euro gewannen.

Auch die Aktien der Allianz und Dresdner Bank gehörten zu den Verlierern. Die Papiere verbilligten sich um 2,51 % auf 318,80 Euro beziehungsweise 1,15 % auf 50,80 Euro. Am Wochenende hatten die Aufsichtsräte beider Häuser die Übernahme der Dresdner Bank durch den Versicherer abgesegnet.

Die stärksten Gewinne gab es bei der Aktie des Essener Energiekonzerns RWE . Die Papiere verteuerten sich um 3,07 % auf 41,95 Euro. Zuvor hatten Ferroatlántica SL und die EnBW (Energie Baden-Württemberg) das Angebot des Essener Konzerns für die spanische Hidroeléctrica del Cantábrico überboten. Der Markt habe den deutschen Versorger zuvor abgestraft, da der Übernahmepreis als zu teuer empfunden wurde, sagte ein weiterer Händler.

Der Rentenindex Rex kletterte um 0,05 % auf 113,37 Punkte. Der richtungweisende Bund Future gab hingegen um 0,4 % auf 109,13 Zähler ab. Die Bundesbank stellte am Mittag die Umlaufrendite bei 4,63 (Freitag: 4,66) Prozent fest.

Die Europäische Zentralbank legte den Referenz-Kurs des Euro auf 0,8772 (Freitag: 0,8832) $ fest. Der $ kostete 2,2297 (2,2145) DM.

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