Volkswirte hatten ein Rückgang prognostiziert
USA: Enttäuschende Zahlen vom Arbeitsmarkt

Die jüngsten Daten zu Auftragseingängen und Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe in den USA haben ein zwiespältiges Bild der stark angeschlagenen US-Konjunktur gezeichnet. Während die Aufträge für langlebige Güter im Oktober mit 12,8 % den stärksten Anstieg seit Beginn der Datenerfassung verzeichneten, meldeten sich in der Woche zum 24. November mehr Menschen erstmals arbeitslos als von Analysten vorhergesagt.

Reuters WASHINGTON/NEW YORK. Die Aufträge seien aber vor allem wegen großer Flugzeug- und Rüstungsaufträge gestiegen, teilte das Handelsministerium mit. An den Finanzmärkten konnte der Euro nach den Daten wieder die Marke von 0,89 $ überspringen. Auch die Kurse der US-Staatsanleihen legten deutlich zu.

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe erhöhte sich nach Angaben des US-Arbeitsministerium in der Woche zum 24. November um 54 000 auf 488 000 und lag damit deutlich höher als von Volkswirten mit 448 000 Anträgen prognostiziert. Das Ministerium wies darauf hin, dass die Zahlen üblicherweise in dieser Jahreszeit wegen mehrerer Feiertage schwankten. Mit 4,02 Mill. erreichte die Zahl der verlängerten Anträge auf Unterstützung in der Vorwoche den höchsten Stand seit Ende Dezember 1982. Damals waren es 3,82 Mill. Arbeitslose.

Die Aufträge legten im Oktober erstmals seit Mai dieses Jahres zu nach einem Rückgang von revidiert 9,2 % im September. Der Zuwachs bei Flugzeugaufträgen schoss um 233,2 % in die Höhe, bei Verteidigungsgütern um 206,3 %. Mit 12,8 % lag die Gesamtzuwachsrate rund sechs mal so hoch wie von Volkswirten mit 2,1 % angenommen. Aber auch ohne Rüstungsgüter legten die Auftragseingänge kräftig um 5,6 % zu nach einem Minus von 10 % im Vormonat.

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