Volle Auftragsbücher beim Sportwagenhersteller
Porsche denkt nicht ans Bremsen

Der Sportwagenbauer Porsche peilt erneut ein Rekordjahr an. "Wir wollen beim Absatz, Umsatz und Ertrag wachsen", sagte Porsche-Chef Wendelin Wiedeking am Montagabend im spanischen Jerez. Dazu solle auch der neue sportliche Geländewagen Cayenne beitragen, der in der Sherry-Stadt vorgestellt wurde und am 7. Dezember bei den deutschen Händlern steht.

HB/dpa JEREZ/STUTTGART. "Er wird unsere Absatzzahlen in den nächsten Jahren um rund 50 % anwachsen lassen und einen wesentlichen Beitrag zum weiteren Anstieg unserer Umsatz- und Ertragszahlen leisten", sagte der Vorstandschef der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG (Stuttgart).

Das drei Monate alte Geschäftsjahr 2002/2003 (31. Juli) sei mehr als zufrieden stellend angelaufen, die Auftragsbücher seien voll, sagte Wiedeking. "Die Produktion in Zuffenhausen bleibt bis zur Kapazitätsgrenze ausgelastet. So blicken wir heute mit großer Zuversicht in die Zukunft." Porsche habe den höchsten Auftragsbestand aller Zeiten und er wachse täglich. Allein für den Cayenne gebe es weit mehr Vorbestellungen als die jährliche Produktionskapazität erlaube.

Der Cayenne, von dem im neuen Porsche-Werk in Leipzig jährlich mindestens 25 000 gebaut werden sollen, werde die Eigenständigkeit des kleinsten unabhängigen Automobilherstellers der Welt für die weitere Zukunft absichern, meinte Wiedeking. Nach der Markteinführung in Deutschland wird der zwischen 60 000 und 100 000 Euro teure Geländewagen sukzessive in anderen Ländern eingeführt. In den USA, dem wichtigsten Markt für die Sportwagenschmiede aus Zuffenhausen, kommt der Cayenne Mitte März zu den Kunden. Er glaube, dass etwa 50 % der Cayenne-Produktion nach Nordamerika gehe, erklärte Wiedeking. Wobei er hoffe, dass es keine Unsicherheiten wegen einer mögliche Auseinandersetzung mit dem Irak gebe.

Wiedeking wiederholte, dass eine Entscheidung über eine vierte Baureihe bei Porsche erst Mitte 2003 fallen werde. Wie ein weiterer neuer Porsche aussehen könnte, wollte er nicht sagen. "Aber Sie können sicher sein, bis 2006 haben wir bei Sportwagen noch einiges im Rohr".

Porsche hatte im abgelaufenen Geschäftsjahr den Umsatz um 9,4 % auf 4,86 Mrd. Euro gesteigert. Der Vorsteuergewinn schnellte um 40 % auf 828,9 Mill. Euro, der Jahresüberschuss sogar um 70 % auf 462 Mill. Euro. Die Aktionäre sollen deshalb eine hohe Sonderdividende von 14 Euro je Aktie erhalten. Dass der Absatz um 0,6 % auf 54 234 Fahrzeuge gesunken sei, habe lediglich an dem Metaller-Streik in Deutschland gelegen, sagte Wiedeking.

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