Volleyball Olympia
Deutschen Volleyballern droht das Olympia-Aus

Deutschlands Volleyballer haben bei den Olympischen Spielen gegen Serbien eine 1:3-Schlappe kassiert und damit nur noch minimale Chancen auf das Erreichen des Viertelfinales.

Die deutschen Volleyballer stehen nach dem bitteren 1:3 (21:25, 25:27, 26:24, 23:25) gegen Serbien im vorentscheidenden Gruppenspiel des olympischen Turniers in Peking unmittelbar vor dem K.o. Nach der dritten Niederlage und bislang nur einem Sieg muss im letzten Match am Montag (12.00 OZ/6.00 Mesz) Athen-Olympiasieger und Weltmeister Brasilien klar besiegt werden, um vielleicht doch noch das Viertelfinale zu erreichen.

"Brasilien ist nicht gerade ein Aufbaugegner"

"Brasilien ist nicht gerade ein Aufbaugegner, aber wir treten an und werden versuchen, das Unmögliche zu schaffen", sagte der tief enttäuschte Stelian Moculescu. Der scheidende Bundestrainer musste gegen Serbien mit ansehen, wie sich seine Mannschaft immer wieder durch Nachlässigkeiten selbst die große Chance auf das vorzeitige Erreichen der Runde der besten Acht verbaute. Ein Erfolg gegen den zuvor noch sieglosen, aber trotzdem weit weniger nervösen Sydney-Olympiasieger Serbien hätte dafür ausgereicht.

"Wir hatten einen überragenden Jochen Schöps, haben 16 Blockpunkte gemacht und die Serben nur sieben", analysierte der Coach. "Aber immer wieder sind uns zu leichte Fehler unterlaufen. Vor allem durch den schlechten Start im ersten Satz haben wir den Grundstein für die Niederlage gelegt. Später waren wir ebenbürtig."

Im ersten Durchgang tauschte der Coach beim 10:16 Zuspieler Frank Dehne gegen Simon Tischer aus, der die Außenangreifer in der Folge wesentlich besser in Szene setzen konnte. Nachdem im dritten Abschnitt sogar ein Matchball der Serben erfolgreich abgewehrt wurde und auf der Gegenseite Schöps zwei Aufschlag-Asse zum Satzgewinn gelangen, schien das Spiel noch zu kippen. "Aber insgesamt spielen wir nicht genau genug und machen deshalb die entscheidenden Punkte nicht", sagte Russland-Profi Schöps.

Schmerzhafte Niederlage

"Diese Niederlage tut extrem weh. Das war das Spiel für den Viertelfinal-Einzug, aber wir lassen uns jetzt nicht hängen. Wir sind bei den Olympischen Spielen und heiß darauf, gegen den Favoriten Brasilien zu zeigen, was wir drauf haben", sagte der diesmal zu den Schwachpunkten zählende Mannschafts-Kapitän Björn Andrae.

Falls gegen die turmhoch favorisierten Brasilianer Andrae und seinen Gefährten doch die Überraschung gelingt, könnte der Entscheid über den Viertelfinal-Einzug zum Rechenexempel werden, weil zu erwarten ist, dass Serbien das Tabellen-Schlusslicht Ägypten bezwingt. In dem Fall hätten beide Teams zwei Siege auf dem Konto, und dann würde der Quotient der sogenannten kleinen Punkte (alle erspielten Satzpunkte) zu Rate gezogen. Deutschland liegt derzeit mit 352:365 Punkten (Punkt-Quotient: 0,964) besser als Serbien (365:393/0,929). Moculescu: "Wir rechnen nicht, wir spielen. Mal schauen, was rauskommt."

© SID

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